Widerliches RTL: Die 10 spektakulärsten Kriminalfälle mit Sonja Zietlow

Was? Rauchen kann nicht nur schädlich sein, sonder Sie sogar zu einem Opfer von Entführern machen, wenn sie der millionenschwere Erbe eines Tabakimperiums sind. Haha, selten so gelacht!

Selten so gelacht?

Gelacht?

Ja, das war die Anmoderation von Frau Sonja-Ich-liebe-Hunde-mehr-als-Menschen-Zietlow von RTL in der tollen Sendung »Die 10 spektakulärsten Kriminalfälle«.

Sogar die eingeblendeten Kommentatoren der Klasse Z-Promis zeigten mehr Mitleid mit dem Entführungsopfer Jan Philipp Reemtsma, der 30 Tage wie ein Hund eingekerkert war und den Tod fürchten musste.

Übrigens kam Herr Reemtsma »nur« auf Platz 8.

Das war der jüngste Beweis, wie RTL die Messlatte der medialen Verrohung noch ein Stück tiefer legen kann. Aber keine Panik, es kommen wieder neu, noch tiefere Messlatten.

Die Charts von irgendwelchen Dumm-Promis und ihren Missgeschicken oder die peinlichsten Momente bei DSDS kann ich ja noch verkraften, aber so ein Dreck ist sogar für mich zu viel. Und ich halte sonst eine Menge aus.

Und der Freispruch von Kachelmann auf Platz 7 ist ein (O-Ton) dummes Urteil.

Was kommt als Nächstes? Die Top-10-Show der erfolgreichsten Konzentrationslager? In welchem KZ wurden mehr Juden verbrannt?

Oder die Top-10 der erfolgreichsten Krankheiten. Wer tötet mehr, Krebs oder Herzinfarkt oder vielleicht doch AIDS?

Advertisements
Widerliches RTL: Die 10 spektakulärsten Kriminalfälle mit Sonja Zietlow

Abgekartet und widerlich – Boxen auf RTL

Abgekartet und widerlich war das alles, von der erste bis zur letzten Minute.
Kann mir einer sagen, was er will. Das war sehr wohl Körperverletzung. Das war kein Kampf, das war ein Schlachtfest. Hier wurde ein Mann vorgeführt, gedemütigt und verdroschen. Und alles nur, damit VW mehr Werbung für ihren neuen Bus machen kann.

Keiner hatte den Mumm oder den Willen, den Kampf vorzeitig abzubrechen.
Und Briggs kann man da keinen Vorwurf machen. Er ist nur ein Boxer. Wahrscheinlich würde er jetzt noch sagen, dass der Kampf eigentlich knapp ausgegangen ist.

Schuld trifft RTL, den Richter und Briggs‘ Trainer.

Zum Kotzen, einfach zum Kotzen.

Normalerweise amüsiere ich mich gut bei solchen Veranstaltungen. Aber selbst ich habe mich gestern ob meiner Blutgier erschrocken.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass das mein letzte Kampf als Zuschauer war.

Abgekartet und widerlich – Boxen auf RTL

Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

Was mich an Formel 1 auf RTL stört:

  • zu viel Werbung, ganz besonders die Bierwerbung (komisch, die Marke kann ich mir nie merken)
  • peinliche Promis im Interview: die radebrechenden Klitschkos, die dumme van Almsick und besonders schlimm der stotternde, dauergeile Boris Becker – Gott, warum fällt der nicht einfach tot um?
  • zu viel Werbung
  • uninteressante Vorberichterstattung, um mehr Werbung zu schalten. Diese ganzen Homestories sollen die sich in den Arsch stecken und Niki Lauda kann ich nicht mehr sehen.
  • zu viel Werbung
  • langweilige Rennen. Es mag sein, dass die Saison als ganzes interessant ist, die Rennen sind es nicht. Keine Überholmanöver, wenig Ausfälle, keine Unfälle. Im Grunde kann man nach der ersten Runde abschalten. „Liebe Kinder, jetzt kommt ja doch nichts mehr. Abschalten“
  • zu viel Werbung
  • keine Charaktere. Weltmeister scheinen nur noch gelackte Hosenscheißer zu werden, die noch immer keine Haare am Sack haben. Sorry, Sebastian, aber du bist so interessant wie ein Besuch im Postamt.
  • zu viel Werbung
  • Die Stallorder. Man stelle sich vor, Senna hätte die Order erhalten, Prost vorbeizulassen. HA! Der wäre dem erst Recht in die Karre gefahren – und zwar zurecht!
  • zu viel Werbung
  • habe ich noch was vergessen? Achja, zu viel Werbung.
Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

Der Adel ist in Deutschland abgeschafft, wann lernt ihr das endlich?

Aus gegebenen Anlass möchte ich zum wiederholten Male darauf hinweisen, dass in Deutschland der Adel abgeschafft ist

Mit dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung am 11. August 1919 wurden alle Vorrechte des Adels abgeschafft (Artikel 109, Abs. 2). Alle Bürger wurden vor dem Gesetz gleichgestellt; Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses ausgeschlossen.

So hätten es manche gewiß wieder gern: Kirche und Adel als Gebieter über das gemeine Volk

Nur bei RTL und den einschlägigen Blättern der Regenbogenpresse hat es sich noch nicht herumgesprochen. Dort wird weiterhin gefürstet und geprinzt bis das auch der letzte verarmte Landadel seine Jämmerlichkeit preisgeben darf. Ich sage nur: Pipiprinz.

Vons, Grafs und Zus sind damit nur noch Namensbestandteile und nicht mehr Hinweis auf eine bestimmte Gruppenzugehörigkeit. Es heiß also Frau Fürstin Gloria von Tut-und-Tat-Nichts und nicht Fürstin Gloria von Tut-und-Tat-Nix. Oder besser gleich Frau von Tut-und-Tat-Nix. Es wäre mir so eine Freude diesem gegelten Suppenkasper mal ein ordentliches „Tach, Herr Guttenberg“ entgegen zu schmettern.

Es gibt also keinen Grund, freiwillig jemanden so anzusprechen, als wäre er quasi von Geburt an ein besserer Mensch. Weiß Gott, ist es mit dem noblesse oblige nicht weit her. Früher nicht und auch heute nicht.

Auch treten einige Angehörige mit ehemaligen Adelstiteln als Nachnamensbestandteil in der Öffentlichkeit mit namensrechtlich nicht korrekten Veränderungen ihres Namens auf. So werden Nachnamensbestandteile abgekürzt (beispielsweise „Freiherr“ zu „Frhr.“ oder „von“ zu „v.“; siehe z. B. „Frhr. v. Gravenreuth“ statt korrekt „Freiherr von Gravenreuth“) oder einfach weggelassen (z. B. „Richard von Weizsäcker“ statt korrekt „Richard Freiherr von Weizsäcker“) oder die ehemaligen Adelstitel dem Namen vorangestellt (z. B. „Prinz Ernst August von Hannover“ statt korrekt „Ernst August Prinz von Hannover“); Kritiker sehen darin einen unzulässigen Versuch, einen noch vorhandenen Adelstitel zu suggerieren. (Quelle: wikipedia.org)

Titulierte Adlige in existenten Monarchien sind keine Herren, sondern eben Grafen, Fürsten, Prinzen etc. Sie werden niemals mit „Herr“ oder „Herrn“ und ihre Frauen nie mit „Frau“ tituliert oder angeschrieben. Also immer schön mit „Herr“ oder „Frau“ ansprechen, damit der Angesprochene auch genau weiß, was man von ihm hält.

Die drei schlimmsten Dinge, die Menschheit hervorgebracht hat:

  • Monarchie
  • Religion
  • Militär

Heute wie damals haben alle Diktaturen (auch die kommunistischen Staatsreligionen) ihre Grundlage auf mindestens zweien dieser Unterdrückungsinstitutionen.

Dagegen helfen nur:

  • Demokratie
  • Rechtsstaatlichkeit
  • Aufklärung

Wäre ich also nicht so aufgeklärt, würde ich für unsere deutschen Möchtegern-Adligen „Kopf ab“ fordern. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich weiß aber nicht, wie es in Österreich ausschaut 🙂

Der Adel ist in Deutschland abgeschafft, wann lernt ihr das endlich?