Es ist schick, doof zu sein.

Nur noch Verlierer im Fernsehen: Super-Nannies, Schuldnerberater, glückliche Auswanderer (”Bloß weg hier!”) und unglückliche Rückwanderer (”Scheiße, schon wieder hier!”).

Von dramaturgisch geschicktest platzierter Pop-Musik untermalte Lebensberichte aus dem sozialen Prekariat, prügelnd rauchende oder rauchend prügelnde Mütter mit Nasenring, Arschgeweih und schwindsüchtigen Kindern, die mit Unterschichtennamen der Marke Janis, Justin, Marcel und Kevin ein leben lang gezeichnet sind.

Einhundert Prozent untalentierte Dummköpfe, die mit ihrem Druckertinten-Franchise pleite gehen oder ihre Jugendtraumkneipe mangels Publikumsverkehr und dünner Rücklagen an die Wand donnern, sammeln zig tausende Euro Schulden und sitzen nun stummdumm vor Herrn Zwegat, der sie – man sieht es seinem weidwundem Blick an – am liebsten alle mit einem nassen Lappen erschlagen würde.

Jugendliche, die mit Handy-Abo-Rotation mehr Schulden machen als manch einer verdient. Wie geht das überhaupt?

SPDler locken im Wahljahr mit dem Versprechen auch Harzt4lern die Abwrackprämie zu finanzieren. Frage: Wie können die sich denn ein Auto leisten? Und dann noch ein neues? Nein, wieso DÜRFEN die sich das überhaupt? Und das von meinem Geld.

Ich bin der Arschgefickte. Die Hälfte meines Geldes geht an Leute, die nicht für sich selbst sorgen, Kranke, Rentner und Arbeitslose. Wieso eigentlich? Wer hat mich gefragt?

Wieso muss ich eigentlich Marcels Jamba-Spar-Abo bezahlen?

Und dazwischen die üblichen Klugscheißereien von Politikern und anderen Nicht-Experten zu allen Themen dieser Welt in identisch gestalteten Talkshow-Studios mit züchtig gekleideten Stichwort-Souffleusen. Mann, wenn Maybritt Illner wenigsten einen kurzen Rock tragen würden, dann könnte man den Ton ausdrehen, Bier und Chips holen und den restlichen Abend damit verbringen unter ihren Rock zu schielen. Mehr Subtanz allemal.

Aber zum Glück gibt es ja noch Heidis Modelschlampen, sonst würde das Fernsehleben ja gar keinen Spaß mehr machen.

Heute habe ich gelesen, dass mach Experte Fernsehen und Autofahren als eine Art von Hypnose bzw. hypnotischen Vorgang erachtet.

Tja, in diesem Sinne, schlafen Sie gut!

Es ist schick, doof zu sein.

Verona Pooth bei Schuldnerberater Peter Zwegat

Schön wäre es…

Hier muss ich wieder mal ein paar Zeilen über meine Lieblings-Erz-Feindin verlieren. Verona Feldbusch Pups.

Sie und ihr armer Franjo sind ja sowas von pleite, überschuldet und vorbestraft, dass die arme V’roni jetzt jeden Job annehmen muss.

franjo_verona

Das hat ihr Schuldnerberater Peter Zwegat von RTL gesteckt.

Dieses Video wurde mir vorab zugesandt.

Peter: Verona, Du musst runter von deinen hohen Ausgaben. Und es muss wieder Geld rein.

Verona: Ja, aber wie denn? Der Franjo sitzt den ganzen Tag nur herum, knetet seine Wet-look-Haare und heult.

P: Tja, dann muss die Frau wiedermal alles ‘rausreißen. Was kannst Du denn?

V: Nichts

P: Hmm… ich meine, was hat du den gelernt?

V: Na, nichts.

P: Gut, das müssen wir ausbauen. Wie sieht es mit Werbung aus?

V: Naja, die von Zentis wollen mich nicht mehr. Gottschalk und Kerner rufen auch nicht mehr an. [Sieht zu Franjo hinüber, der vor dem ausgeschalteten Fernseher sitzt und leise schluchzt.] Franjo geh in den Garten spielen.

P: Ich glaube, ich hätte da was für dich. Von einem anderen meiner Beratungsopfer weiß ich, dass KiK nochmals den Stundenlohn gesenkt hat. Da ist bestimmt was für dich zu holen.

V: Ich übe schon mal [mit schriller Stimme] KiK, der Textildiscount, da werden sie gekleidet.

P: Bekleidet

V: Sag ich doch

P: [Stöhnt und zieht noch heftiger an seiner Zigarette]

V: Oh, prima, Peter, zur Not, zeig ich auch meine Titties.

P: Ach, ‘ne, Du, lass mal.

Verona Pooth bei Schuldnerberater Peter Zwegat