Die Lügengesellschaft, Teil 3 – Mythos Leistungsgesellschaft

Kommen wir zu einer meiner absoluten sozialen Lieblingslügen Was wird seit Jahren gepredigt? Was haben wir verinnerlicht? Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Ja? Nein! Tun wir nicht. Wir leben in einer Lügengesellschaft, die uns vormacht, dass man durch eigene Leistung einen Stück vom großen Kuchen abbekommen könne.

angela merkel bundeskanzlerin Pinocchio Luegen
Ich lüge doch nicht. Jeder ist seines Glückes Schmied

Du musst Leistung vollbringen, immer. Du darfst dich nicht ausruhen. Du musst dich ständig neu definieren, weiterbilden, anstrengen. Der emsige Kalvinismus hat den rheinischen Katholizismus scheinbar ganz verdrängt. Konnte man früher noch ungestraft “ wird morgen erledigt“ sagen, so grenzt das heute schon an Majestätsbeleidigung und wird mit mindestens einem verständnislosen Kopfnicken vom Chef bestraft.

Wer was zu erledigen hat, der macht halt Überstunden, unbezahlte wohlgemerkt.

Besonders Politiker tragen diese Phrasen der Leistung-muss-sich-wieder-lohnen-Fraktion gerne vor sich her, und da besonders die der FDP. Natürlich, wenn der Politiker sich aus der Verantwortung stehlen will, sagt er einfach, dass der Bürgen eben selbst für sein Schicksal zuständig ist.

Ist er das wirklich? Sind wir heute noch wirklich unseres Glückes Schmied oder hat der Grad der Abhängigkeit von Dritten und deren Entscheidung ein Maß erreicht, der es unmöglich macht, aus der Gravitation des extern bestimmten Schicksals zu entkommen?

Die 68er suchten die Verantwortung in der Gesellschaft, heute suchen wir sie bei uns selbst.

Aber wovon hängt Erfolg ab? Ich würde sagen, zu 90% von Beziehungen, Glück und Selbstmarketing, und nur zu 10% von Leistung und Können. Damit fällt es außerhalb unseres Einflussbereichs, ob man im leben wirklich Bäume wird ausreißen können, oder immer nur das Rädchen im System bleibt.

Aber wieso haben dann so viele Erfolg? Analysieren wer es mal. Wie groß ist schon der Anteil der (erfolg)reichen in unserer Gesellschaft. Er ist abnehmend. Nur uns erscheint es so, als wären wir die einzigen Verlierer, weil die erfolglosen nie Erwähnung finden. Aber die sind in der Überzahl. Es ist wie im Poker: Die Spielbank stellt den Sieger ins Rampenlicht, um zu verschweigen, dass die absolute Mehrheit beim Glücksspiel immer nur verlieren kann.

So empfinde ich es auch. Die Mächtigen in unserer Welt haben die Spielregeln so angepasst, dass sie ihre Pfründe behalten. Und das geht nur, indem man das niedere Volk mit ein bisschen Wahlversprechen und steuerbefreitem Flugbenzin bei Laune hält.

Ich für meinen Teil mache da nicht mehr mit: Für mich gilt nur noch Dienst nach Vorschrift. Prost!

Die Lügengesellschaft, Teil 3 – Mythos Leistungsgesellschaft

Lügengesellschaft Teil 2, die Klimalüge und die Gutmenschen oder der größte Nebenkriegsschauplatz der Welt

Ich möchte in meiner Reihe der Gesellschaftslügen nun zu einem kleinen, aber sehr potenten Auswuchs derselben kommen: der Klimalüge. Was beschäftigt die Welt zur Zeit am meisten? Genau, der Klimagipfel in Kopenhagen. Warum? Keine Ahnung. Bestenfalls kommt nichts dabei raus, schlimmstenfalls müssen wir alle dafür draufzahlen.

Die gesammelte Politikergilde der freien und unfreien Welt hat es sich zum Ziel gesetzt, etwas zu tun. Hauptsache, es wird etwas getan. Egal, was. Bezahlen sollen die anderen. Sonderabgaben? Gerne doch. Höhere Steuern auf Benzin? Na klar. Extra-Entwicklungshilfen für Afrika? Sicher doch, wir haben’s ja!

Auf unsere Kosten können sich wieder alle profilieren: Politiker, Spendenempfänger, Demonstranten, Journalisten. Schwarzenegger, Dauerprinz Charles und Merkel in einem Raum, sowas nenne ich Live-Kabarett. Und dazu noch die Demonstrations-Touristen, die extra mit Billigfliegern (Pfui!) importiert werden: ausgerechnet die, die am meisten profitieren, wollen zurück zur Steinzeit: Wohlstandsjünglinge und Dauerstudenten.

Politiker sollen endlich etwas tun! Und? Sie tun etwas, und zwar auf meine Kosten. Ich werde dafür bezahlen dürfen, dass irgendwelche ineffizienten Maßnahmen durchgezogen werden, damit dank neuer Weltrettungsgebühren noch ein afrikanischer Despot goldenen Scheißhäuser für seine Lieblingshuren ordern kann. Toll, was bin ich begeistert.

Die Gutmenschen, vertreten in ihrer nobelsten Ausprägung Ex-Vize-Präsidenten und Ex-Friedensnobelpreisträger Al Gore =E2=80=93 dem ich es immer noch nicht verziehen habe, dass er gegen Bush verloren hat -, sonnen sich in ihrer Wichtigkeit.

Definition Gutmensch: Ein guter Mensch tut Gutes, ein Gutmensch lässt andere (vermeintlich) Gutes tun. Diese Definition stammt von jemanden, den ich normalerweise weniger schätze, Olaf Henkel. Aber hier hat er mal vollkommen recht.

Kopenhagen wirft mindestens fünf große Fragen auf:

  1. Gibt es überhaupt einen Klimawandel? Nicht wenige seriöse Forscher behaupten, dass die Klimaschwankungen der letzten Jahre in der Historie nicht signifikant und damit auch komplett zufällig sein könnten. Und natürlich leben auch hier die Verschwörungstheorien der Klimaschwindler auf. Wer weiß schon, was stimmt?
  2. Wenn es einen Klimawandel gibt, hat ihn der Mensch verursacht? Es gibt Wissenschaftler, die stellen auch das in Frage. Eine mögliche Ursache wären auch erhöhte Sonnenaktivitäten.
  3. Kann der Mensch den Klimawandel stoppen? Ich bezweifle es. Sollte zu viel CO2 in der Atmosphäre tatsächlich die Ursache eines (noch nicht bewiesenen) Klimawandels sein, so wäre eine Reduktion um wenige Prozentpunkte sicherlich vollkommen wirkungslos. Aber diese Reduktion würde unvorstellbare Kosten auf uns alle laden.
  4. Sollte man versuchen den Klimawandel zu stoppen oder sich ihn anpassen? Ich favorisiere letzteres. Denn ersten ist es billiger, zweites wirkungsvoller. Und drittens, man stelle sich vor, der Mensch ist unschuldig am Klimawandel, versuche man den Klimawandel wirkungslos zu stoppen und versäume es dabei, sich ihm anzupassen. Das wäre die wirklich Katastrophe.
  5. Wer soll das bezahlen? Wir alle in den Industrieländern lieben unseren Wohlstand. Wir fahren gerne im Zweitwagen zur Arbeit (auch wenn wir nur die meiste Zeit im Stau stehen), wir fliegen gerne mit dem flugsteuerbefreiten Billigfliegern in den Urlaub, wir essen gerne sieben mal die Woche Fleisch, wir heizen gerne im Winter unsere Wohnung auf mollige Temperaturen. Wer will darauf verzichten? Ich nicht. Die Phantasmagorie des Klimaschutzes wird unseren Wohlstand auf Generationen senken.

Wie können sich Meteorologen erdreisten, das Klima am Ende unseres Jahrhunderts vorherzusagen, sie wissen ja nicht einmal, wie das Wetter übermorgen sein wird. Das ist doch totaler Wahnsinn! Bin ich der Einzige, bei dem sich da die Nackenhaare hochstellen?

Es ist das schlechte Gewissen, man muss doch etwas tun.

Nein, man kann nichts tun. Man darf nichts tun, wenn man nichts weiß. Aktionismus ist kontraproduktiv, vielleicht wird alles noch schlimmer dadurch.

Der Klimawandel ist zur Religion geworden, zum heiligen Kalb. Und wer dagegen spricht, wird lauthals mundtot gebrüllt. Man muss mindestens einmal am Tag das Glaubensbekenntnis ablegen: Ich glaube an den heiligen Klimawandel und seine Verursachung durch den Menschen. Ich glaube, dass der Mensch sich der Natur unterordnen soll. Ich glaube, dass wir unsere Autos verschrotten sollen, um nur noch das Fahrrad zu benutzen. Ich glaube, dass die Natur uns arme Sünder richten soll.

Alle paar Jahre gibt es solche Themen, die über jede Kritik erhaben sind: Waldsterben, Ausländerhass, Kinderpornographie, Anti-Terrorkampf, Feinstaub in den Stätten, Doping, Schul-Amokläufe, Volksdepressionen, Komasaufen, Killerspiele.

Wenn du dich nicht anschließt und nicht lauthals mit ins Horn stößt, so hast du es eben nicht verstanden und kannst ignoriert und später gemaßregelt werden.

Und dabei gibt es soviel wichtigeres bei uns: Mangelhafte Integrationspolitik, schlechtes Schulwesen, Ausbeutung durch Lohndumping, die aufklaffende Schere zwischen Kapitalisten und abhängig Beschäftigten, staatlicher Überwachungswahn, Nah-Ostkonflikt.

Ach, soll’n se‘ doch alle zum Teufel gehen. Prost!

Lügengesellschaft Teil 2, die Klimalüge und die Gutmenschen oder der größte Nebenkriegsschauplatz der Welt

Unsere Lügengesellschaft – eine Reihe

Kennen Sie das Gefühl, dass irgendetwas falsch läuft. Sie sehen, lesen, hören etwas, wissen aber, dass es nicht richtig ist? Manchmal ist es nur ein Gefühl, manchmal ist es offensichtlich wie der rosa Elefant im Zimmer.

Es scheint mir, dass in unserer Gesellschaft seit ungefähr 20 Jahren so einiges im Argen liegt. Lüge ist das Hauptwort, dass mir dabei in den Sinn kommt, wenn ich an uns allen denke. Lüge. Wir lügen immer und überall, im Kleinen wie im Großen. Wir belügen uns, unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Chefs, das Wahlvolk und unsere Familie. Lügen sind salonfähig geworden.

Alle Lügen: wir, unsere Kollegen, Chefs, Sportler, Schauspieler und Politiker sowieso.

Was wahr ist, wird verschwiegen. Was unwichtig ist, wird glorifiziert. Es herrscht die politische Korrektheit: Solange die Sprache stimmt, ist alles in Ordnung. Kosmetik statt Lösungen. Das Oberflächliche wird unsere Medizin. Das Problem verschwindet schon, wenn man es eine Herausforderung nennt.

Man darf die Dinge nicht mehr so nennen, wie sie sind. Idioten darf man nicht Idioten nennen, Lügen nicht Lügen, Probleme nicht Probleme, Kriege nicht Kriege, Scheiße nicht Scheiße.

Werber dürfen, müssen lügen, wir alle auch.

Das Wahlvolk will belogen werden. Schlagen wir die Zeitung auf, so springen uns die Lügen entgegen, so offensichtlich, so klar, dass es einem den Atem verschlagen kann. Und man fasst sich an den Kopf und denkt, ist man denn der einzige Mensch mit Restverstand?

Ich möchte daher eine kleine Reihe eröffnen mit den Lügen in unserem Leben.

Unsere Lügengesellschaft – eine Reihe

Die Lügengesellschaft, Teil 3 – Mythos Leistungsgesellschaft

Kommen wir zu einer meiner absoluten sozialen Lieblingslügen Was wird seit Jahren gepredigt? Was haben wir verinnerlicht? Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Ja? Nein! Tun wir nicht. Wir leben in einer Lügengesellschaft, die uns vormacht, dass man durch eigene Leistung einen Stück vom großen Kuchen abbekommen könne.

angela merkel bundeskanzlerin Pinocchio Luegen
Ich lüge doch nicht. Jeder ist seines Glückes Schmieds

Du musst Leistung vollbringen, immer. Du darfst dich nicht ausruhen. Du musst dich ständig neu definieren, weiterbilden, anstrengen. Der emsige Kalvinismus hat den rheinischen Katholizismus scheinbar ganz verdrängt. Konnte man früher noch ungestraft „ wird morgen erledigt“ sagen, so grenzt das heute schon an Majestätsbeleidigung und wird mit mindestens einem verständnislosen Kopfnicken vom Chef bestraft.

Wer was zu erledigen hat, der macht halt Überstunden, unbezahlte wohlgemerkt.

Besonders Politiker tragen diese Phrasen der Leistung-muss-sich-wieder-lohnen-Fraktion gerne vor sich her, und da besonders die der FDP. Natürlich, wenn der Politiker sich aus der Verantwortung stehlen will, sagt er einfach, dass der Bürgen eben selbst für sein Schicksal zuständig ist.

Ist er das wirklich? Sind wir heute noch wirklich unseres Glückes Schmied oder hat der Grad der Abhängigkeit von Dritten und deren Entscheidung ein Maß erreicht, der es unmöglich macht, aus der Gravitation des extern bestimmten Schicksals zu entkommen?

Die 68er suchten die Verantwortung in der Gesellschaft, heute suchen wir sie bei uns selbst.

Aber wovon hängt Erfolg ab? Ich würde sagen, zu 90% von Beziehungen, Glück und Selbstmarketing, und nur zu 10%  von Leistung und Können. Damit fällt es außerhalb unseres Einflussbereichs, ob man im leben wirklich Bäume wird ausreißen können, oder immer nur das Rädchen im System bleibt.

Aber wieso haben dann so viele Erfolg? Analysieren wer es mal. Wie groß ist schon der Anteil der (erfolg)reichen in unserer Gesellschaft. Er ist abnehmend. Nur uns erscheint es so, als wären wir die einzigen Verlierer, weil die erfolglosen nie Erwähnung finden. Aber die sind in der Überzahl. Es ist wie im Poker: Die Spielbank stellt den Sieger ins Rampenlicht, um zu verschweigen, dass die absolute Mehrheit beim Glücksspiel immer nur verlieren kann.

So empfinde ich es auch. Die Mächtigen in unserer Welt haben die Spielregeln so angepasst, dass sie ihre Pfründe behalten. Und das geht nur, indem man das niedere Volk mit ein bisschen Wahlversprechen und steuerbefreitem Flugbenzin bei Laune hält.

Ich für meinen Teil mache da nicht mehr mit: Für mich gilt nur noch Dienst nach Vorschrift. Prost!

Die Lügengesellschaft, Teil 3 – Mythos Leistungsgesellschaft

Lügengesellschaft Teil 2, die Klimalüge und die Gutmenschen oder der größte Nebenkriegsschauplatz der Welt

Ich möchte in meiner Reihe der Gesellschaftslügen nun zu einem kleinen, aber sehr potenten Auswuchs derselben kommen: der Klimalüge. Was beschäftigt die Welt zur Zeit am meisten? Genau, der Klimagipfel in Kopenhagen. Warum? Keine Ahnung. Bestenfalls kommt nichts dabei raus, schlimmstenfalls müssen wir alle dafür draufzahlen.

Die gesammelte Politikergilde der freien und unfreien Welt hat es sich zum Ziel gesetzt, etwas zu tun. Hauptsache, es wird etwas getan. Egal, was. Bezahlen sollen die anderen. Sonderabgaben? Gerne doch. Höhere Steuern auf Benzin? Na klar. Extra-Entwicklungshilfen für Afrika? Sicher doch, wir haben’s ja!

Auf unsere Kosten können sich wieder alle profilieren: Politiker, Spendenempfänger, Demonstranten, Journalisten. Schwarzenegger, Dauerprinz Charles und Merkel in einem Raum, sowas nenne ich Live-Kabarett. Und dazu noch die Demonstrations-Touristen, die extra mit Billigfliegern (Pfui!) importiert werden: ausgerechnet die, die am meisten profitieren, wollen zurück zur Steinzeit: Wohlstandsjünglinge und Dauerstudenten.

Politiker sollen endlich etwas tun! Und? Sie tun etwas, und zwar auf meine Kosten. Ich werde dafür bezahlen dürfen, dass irgendwelche ineffizienten Maßnahmen durchgezogen werden, damit dank neuer Weltrettungsgebühren noch ein afrikanischer Despot goldenen Scheißhäuser für seine Lieblingshuren ordern kann. Toll, was bin ich begeistert.

Die Gutmenschen, vertreten in ihrer nobelsten Ausprägung Ex-Vize-Präsidenten und Ex-Friedensnobelpreisträger Al Gore – dem ich es immer noch nicht verziehen habe, dass er gegen Bush verloren hat -, sonnen sich in ihrer Wichtigkeit.

Definition Gutmensch: Ein guter Mensch tut Gutes, ein Gutmensch lässt andere (vermeintlich) Gutes tun. Diese Definition stammt von jemanden, den ich normalerweise weniger schätze, Olaf Henkel. Aber hier hat er mal vollkommen recht.

Kopenhagen wirft mindestens fünf große Fragen auf:

  1. Gibt es überhaupt einen Klimawandel? Nicht wenige seriöse Forscher behaupten, dass die Klimaschwankungen der letzten Jahre in der Historie nicht signifikant und damit auch komplett zufällig sein könnten. Und natürlich leben auch hier die Verschwörungstheorien der Klimaschwindler auf. Wer weiß schon, was stimmt?
  2. Wenn es einen Klimawandel gibt, hat ihn der Mensch verursacht? Es gibt Wissenschaftler, die stellen auch das in Frage. Eine mögliche Ursache wären auch erhöhte Sonnenaktivitäten.
  3. Kann der Mensch den Klimawandel stoppen? Ich bezweifle es. Sollte zu viel CO2 in der Atmosphäre tatsächlich die Ursache eines (noch nicht bewiesenen) Klimawandels sein, so wäre eine Reduktion um wenige Prozentpunkte sicherlich vollkommen wirkungslos. Aber diese Reduktion würde unvorstellbare Kosten auf uns alle laden.
  4. Sollte man versuchen den Klimawandel zu stoppen oder sich ihn anpassen? Ich favorisiere letzteres. Denn ersten ist es billiger, zweites wirkungsvoller. Und drittens, man stelle sich vor, der Mensch ist unschuldig am Klimawandel, versuche man den Klimawandel wirkungslos zu stoppen und versäume es dabei, sich ihm anzupassen. Das wäre die wirklich Katastrophe.
  5. Wer soll das bezahlen? Wir alle in den Industrieländern lieben unseren Wohlstand. Wir fahren gerne im Zweitwagen zur Arbeit (auch wenn wir nur die meiste Zeit im Stau stehen), wir fliegen gerne mit dem flugsteuerbefreiten Billigfliegern in den Urlaub, wir essen gerne sieben mal die Woche Fleisch, wir heizen gerne im Winter unsere Wohnung auf mollige Temperaturen. Wer will darauf verzichten? Ich nicht. Die Phantasmagorie des Klimaschutzes wird unseren Wohlstand auf Generationen senken.

Wie können sich Meteorologen erdreisten, das Klima am Ende unseres Jahrhunderts vorherzusagen, sie wissen ja nicht einmal, wie das Wetter übermorgen sein wird. Das ist doch totaler Wahnsinn! Bin ich der Einzige, bei dem sich da die Nackenhaare hochstellen?

Es ist das schlechte Gewissen, man muss doch etwas tun.

Nein, man kann nichts tun. Man darf nichts tun, wenn man nichts weiß. Aktionismus ist kontraproduktiv, vielleicht wird alles noch schlimmer dadurch.

Der Klimawandel ist zur Religion geworden, zum heiligen Kalb. Und wer dagegen spricht, wird lauthals mundtot gebrüllt. Man muss mindestens einmal am Tag das Glaubensbekenntnis ablegen: Ich glaube an den heiligen Klimawandel und seine Verursachung durch den Menschen. Ich glaube, dass der Mensch sich der Natur unterordnen soll. Ich glaube, dass wir unsere Autos verschrotten sollen, um nur noch das Fahrrad zu benutzen. Ich glaube, dass die Natur uns arme Sünder richten soll.

Alle paar Jahre gibt es solche Themen, die über jede Kritik erhaben sind: Waldsterben, Ausländerhass, Kinderpornographie, Anti-Terrorkampf, Feinstaub in den Stätten, Doping, Schul-Amokläufe, Volksdepressionen, Komasaufen, Killerspiele.

Wenn du dich nicht anschließt und nicht lauthals mit ins Horn stößt, so hast du es eben nicht verstanden und kannst ignoriert und später gemaßregelt werden.

Und dabei gibt es soviel wichtigeres bei uns: Mangelhafte Integrationspolitik, schlechtes Schulwesen, Ausbeutung durch Lohndumping, die aufklaffende Schere zwischen Kapitalisten und abhängig Beschäftigten, staatlicher Überwachungswahn, Nah-Ostkonflikt.

Ach, soll’n se‘ doch alle zum Teufel gehen. Prost!

Lügengesellschaft Teil 2, die Klimalüge und die Gutmenschen oder der größte Nebenkriegsschauplatz der Welt

Lügengesellschaft, Teil 1 – Der Krieg, der kein Krieg sein darf

Jetzt haben wir es geschafft, wir haben einen Krieg, der offiziell keiner sein darf. Der Luftschlag war unangemessen. Verteidigungsminister von Guttenberg will seine Weste weiß halten und fällt den Soldaten in Afghanistan in den Rücken, indem er die unter seinem Vorgänger erfolgten Luftschläge als unangemessen bewertet. Einfach so. Ohne Begründung.

Machen wir uns nichts vor, der Einsatz in Afghanistan ist ein Krieg, aber keiner, der mit herkömmlichen Mitteln zu gewinnen ist, da der Gegner kein Gesicht, keine Identität hat und immer wieder nachwächst.

Deutsche Soldaten haben dort nichts verloren.

Aber wenn man sie schon hinschickt, so sollte man zumindest geklärt haben, ob dann deutsches Recht (wie absurd) oder Völkerstrafrecht anzuwenden ist. Man stelle sich mal vor, dass sich scheinbar noch kein Politiker darüber Gedanken gemacht hat. Was in Kriegsgebieten notwendig, weil lebensrettend, ist, ist in Deutschland strafrechtlich zu ahnden.

Man stelle sich vor, ein kleiner Soldat überlegt sich gerade, eben nicht die Waffe zu ziehen, wenn ein verdächtiges Fahrzeug auf ihn zurast, weil er befürchten muss (wie auch tatsächlich geschehen), dass ihn dafür in Deutschland der Prozess gemacht wird.

Was für ein jämmerlicher Haufen sind doch unsere Politiker. Krieg ist ein schmutziges Geschäft, aber sie wollen um Gottes willen sauber bleiben. Aber was soll man schon von einem Adelsjüngelchen anderes erwarten, als dass er sich bei den ersten Problemen aus der Schusslinie bringt. Das kennen wir ja schon aus der deutschen Vergangenheit zu genüge.

Wie wird mir übel, wenn ich dieses gegelte Männeken am Rednerpult sehe.

Lügengesellschaft, Teil 1 – Der Krieg, der kein Krieg sein darf

Unsere Lügengesellschaft – eine Reihe

Kennen Sie das Gefühl, dass irgendetwas falsch läuft. Sie sehen, lesen, hören etwas, wissen aber, dass es nicht richtig ist? Manchmal ist es nur ein Gefühl, manchmal ist es offensichtlich wie der rosa Elefant im Zimmer.

Es scheint mir, dass in unserer Gesellschaft seit ungefähr 20 Jahren so einiges im Argen liegt. Lüge ist das Hauptwort, dass mir dabei in den Sinn kommt, wenn ich an uns allen denke. Lüge. Wir lügen immer und überall, im Kleinen wie im Großen. Wir belügen uns, unsere Nachbarn, unsere Freunde, unsere Chefs, das Wahlvolk und unsere Familie. Lügen sind salonfähig geworden.

Alle Lügen: wir, unsere Kollegen, Chefs, Sportler, Schauspieler und Politiker sowieso.

Was wahr ist, wird verschwiegen. Was unwichtig ist, wird glorifiziert. Es herrscht die politische Korrektheit: Solange die Sprache stimmt, ist alles in Ordnung. Kosmetik statt Lösungen. Das Oberflächliche wird unsere Medizin. Das Problem verschwindet schon, wenn man es eine Herausforderung nennt.

Man darf die Dinge nicht mehr so nennen, wie sie sind. Idioten darf man nicht Idioten nennen, Lügen nicht Lügen, Probleme nicht Probleme, Kriege nicht Kriege, Scheiße nicht Scheiße.

Werber dürfen, müssen lügen, wir alle auch.

Das Wahlvolk will belogen werden. Schlagen wir die Zeitung auf, so springen uns die Lügen entgegen, so offensichtlich, so klar, dass es einem den Atem verschlagen kann. Und man fasst sich an den Kopf und denkt, ist man denn der einzige Mensch mit Restverstand?

Ich möchte daher eine kleine Reihe eröffnen mit den Lügen in unserem Leben.

Unsere Lügengesellschaft – eine Reihe