Abgekartet und widerlich – Boxen auf RTL

Abgekartet und widerlich war das alles, von der erste bis zur letzten Minute.
Kann mir einer sagen, was er will. Das war sehr wohl Körperverletzung. Das war kein Kampf, das war ein Schlachtfest. Hier wurde ein Mann vorgeführt, gedemütigt und verdroschen. Und alles nur, damit VW mehr Werbung für ihren neuen Bus machen kann.

Keiner hatte den Mumm oder den Willen, den Kampf vorzeitig abzubrechen.
Und Briggs kann man da keinen Vorwurf machen. Er ist nur ein Boxer. Wahrscheinlich würde er jetzt noch sagen, dass der Kampf eigentlich knapp ausgegangen ist.

Schuld trifft RTL, den Richter und Briggs‘ Trainer.

Zum Kotzen, einfach zum Kotzen.

Normalerweise amüsiere ich mich gut bei solchen Veranstaltungen. Aber selbst ich habe mich gestern ob meiner Blutgier erschrocken.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass das mein letzte Kampf als Zuschauer war.

Abgekartet und widerlich – Boxen auf RTL

Klitschko vermeidet KO der Werbung Willen

Habt ihr gestern die Dauerwerbesendung auf RTL gesehen, die zwischendurch immer mal wieder von einem WM-Kampf unterbrochen wurde?

Interessant, früher gingen die Werbeeinblendungen nur mir zur sechsten, siebten Runde, dann wurden die Ringecken in der Pause gezeigt.

Jetzt ist das anders, jetzt ist jede freie Sekunde mit Werbung zugepflastert.

Jetzt verstehe ich auch, warum der Kommentator den Briggs so hochgejubelt und die Leistung von Klitschko so herabgewürdigt hat, klar, er musste den Anschein erwecken, dass hier tatsächlich ein Kampf zwischen zwei gleichwertigen Gegnern stattfand.

So aber sind zumindest die Bierbrauer und Autobauer auf ihre Kosten gekommen.

Klitschko hätte schon in der dritten, achten, neunten und zehnten Runde den Sack zumachen bzw. umhauen müssen, hielt sich aber merklich zurück. Erstaunlich wie sehr man doch als Könner auch in einem instinktgetriebenen Sport wie Boxen noch den Verstand haben kann, die Faust zurückzucken zu lassen. Gestern Nacht siegte bei Klitschko das Über-Ich über das Unterbewusstsein, der Geschäftsmann über den Sportler, der Denker über das Tier. Schade.

Diese Weigerung, Briggs auf die Bretter zu schicken war so offensichtlich, dass ich zunächst annahm, er würde es machen, um Briggs nicht zu demütigen oder gar ernsthaft zu verletzen – kein Witz!

Bis mir dann heute morgen ein Licht auf ging.

Klitschko, schäm dich!

Klitschko vermeidet KO der Werbung Willen

Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

Was mich an Formel 1 auf RTL stört:

  • zu viel Werbung, ganz besonders die Bierwerbung (komisch, die Marke kann ich mir nie merken)
  • peinliche Promis im Interview: die radebrechenden Klitschkos, die dumme van Almsick und besonders schlimm der stotternde, dauergeile Boris Becker – Gott, warum fällt der nicht einfach tot um?
  • zu viel Werbung
  • uninteressante Vorberichterstattung, um mehr Werbung zu schalten. Diese ganzen Homestories sollen die sich in den Arsch stecken und Niki Lauda kann ich nicht mehr sehen.
  • zu viel Werbung
  • langweilige Rennen. Es mag sein, dass die Saison als ganzes interessant ist, die Rennen sind es nicht. Keine Überholmanöver, wenig Ausfälle, keine Unfälle. Im Grunde kann man nach der ersten Runde abschalten. „Liebe Kinder, jetzt kommt ja doch nichts mehr. Abschalten“
  • zu viel Werbung
  • keine Charaktere. Weltmeister scheinen nur noch gelackte Hosenscheißer zu werden, die noch immer keine Haare am Sack haben. Sorry, Sebastian, aber du bist so interessant wie ein Besuch im Postamt.
  • zu viel Werbung
  • Die Stallorder. Man stelle sich vor, Senna hätte die Order erhalten, Prost vorbeizulassen. HA! Der wäre dem erst Recht in die Karre gefahren – und zwar zurecht!
  • zu viel Werbung
  • habe ich noch was vergessen? Achja, zu viel Werbung.
Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung