Die Griechen – Ein jämmerliches Völkchen

Griechenland vs. „Focus“ – Stinkefinger vor Gericht Unflätig grüßte Aphrodite vom „Focus“-Cover: Das Magazin hatte eine kritische Titelgeschichte über Griechenlands Staatsschulden mit der Liebesgöttin bebildert – und den Begriff „Betrüger“ benutzt. Ex-Chefredakteur Markwort und neun Kollegen sollen sich nun vor Gericht verantworten. [SPIEGEL]

Das passt doch zu den Südländern. Immer vor der Verantwortung drücken und wenn es eng wird, sich beklagen.

Schon Anfang der 80er, als es zum Beitritt von Spanien und Portugal und später von Griechenland kam, gab es die ersten Bedenkenträger, die damals schon warnten, dass die Bilanzen und wirtschaftlichen Kennziffern geschönt, wenn nicht gar gefälscht waren. Haben das alle schon wieder vergessen?

Die Griechen haben sich danach 30 Jahre mit Krediten und Krediten von Krediten über Wasser gehalten. Und jetzt, wo sie überschuldet sind, wird geheult.

Das ist höchstens ein jämmerliches, aber kein liebenswertes Völkchen.

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Die Griechen – Ein jämmerliches Völkchen

Kommunen so arm wie noch nie

Die Kassen der Gemeinden sind leer. Trotz des Aufschwungs klafft in den Etats eine Lücke von fast zehn Milliarden Euro – das größte Defizit seit Gründung der Bundesrepublik. Die Bürger müssen sich auf weitere Erhöhungen bei kommunalen Gebühren und Einschnitte bei den Leistungen einstellen. [SPIEGEL]

Fragen Sie Herrn Dr. Kohl und Herrn Dr. Westerwelle.

Das sind die Ergebnisse von 30 Jahren Misswirtschaft.

Die Reichen bekommen Streuerleichterungen, bei den ärmsten wird gekürzt.

150 Mrd. jährlich an Subventionen für Landwirtschaft, Bergbau und Großindustrie, die mehr als fraglich in ihrer Wirkung sind. Ja, auch Reiche bekommen Kindergeld.

Und jetzt wird es erstmal lustig, wir befinden uns (noch) im Aufschwung, haben eine Rekordarbeitszahl (wenn auch geschönt durch prekäre Arbeitsverhältnisse) und Rekordsteuereinnahmen.

Was meint ihr, was passieren wird, wenn der nächste unvermeidliche Abschwung kommt?

Es kann nur schlimmer werden

Das Wahlvolk ist halt dumm und möchte im Aufschwung von kreditfinanzierten Geschenken profitieren, die es nie wird zurückzahlen können. Der letzte Dumme in der Kredit-Schneeball-Kette zahlt die Zeche.

Wir sind die Junkies, die sich freuen, dass ihr Dispo jeden Monat aufs Neue erhöht wird.

Kommunen so arm wie noch nie

A380-Unfall: Dokumente enthüllen Schwachstellen der Pannen-Triebwerke

Der Streit um einen notgelandeten Airbus 380 wird immer brisanter: Hat Rolls-Royce die Fluggesellschaft Qantas über die Leistungsfähigkeit der Triebwerke getäuscht? Ein Gerichtsdokument offenbart jetzt eklatante Mängel – bei voller Last sind die Aggregate kaum zu betreiben. [SPIEGEL]

Wundert mich nicht.

Ich selbst arbeite für einen multinationalen angloamerikanischen Konzern. Daher weiß ich, dass dort nur Inkompetenz, Management-Overhead und Eigentvorteilsnahme vorherrschen.

Klar, dass die Amis heute nicht mehr zum Mond fliegen können. Mitlerweilse benötigt jeder Ingenieur mindestens 10 Manager und Manager’s Manager, sonst dürfen die nicht mal allein aufs Klo.

Da bleibt Qualität zwangsläufig auf der Strecke, weil deren System dazu führen, dass zielsicher IMMER die falschen Leute auf den Positionen sitzen.

A380-Unfall: Dokumente enthüllen Schwachstellen der Pannen-Triebwerke

„Smile or Die“ – Die Bekämpfung der Arbeitslosen

Barbara Ehrenreich beschreibt, wie die Ideologie des positiven Denkens die Welt verdummt. „Smile or Die“ warnt uns vor neuen amerikanischen Tugenden und empfiehlt alte. [ZEIT]

Danke, allein dieser Artikel hat mir wieder einmal ein bisschen die Augen geöffnet.

Diese Vermutung, dass die wenigsten Leute wirklich für ihr Schicksal verantwortlich sind, schlummerte schon lange in mir.

Aber nun sind mir auch die Gründe klar, warum das geschieht, es verschont die Gesellschaft mit der wahren Problemsuche.

Um mal ein Beispiel zu liefern: Ich bin Akademiker Anfang 40 und arbeite für ein internationales Unternehmen (leider und niemals wieder). Und jetzt kommt der Clou, ich bekomme Gehalt, habe aber schon seit Monaten keinen Finger krumm gemacht und arbeite im „Home Office“ – tue also nichts.

Wie ist das möglich? Ganz einfach, mein direkter Vorgesetzter wechselt regelmäßig und arbeitet ca. 2000-6000km entfernt. Ich tauche also nur unregelmäßig auf dem Radar auf. Meine Projekte sind entweder weggebrochen oder noch nicht gestartet.

Ich könnte morgen (wie einem Kollegen geschehen) mit Abfindung gefeuert werden oder noch Monate so herumsitzen.

Es ist absolute Willkür.

Und das beste: Ich liebe es!

Wenn man einmal erkannt hat, dass es mittlerweile nicht mehr von dir selbst abhängig ist, ob Du Erfolg hast oder nicht, lebt es sich wirklich entspannt.

„Smile or Die“ – Die Bekämpfung der Arbeitslosen

John Lennon Vermarktung – mein Stinkefinger

Am 9. Oktober hätte John Lennon seinen 70. Geburtstag gefeiert – für die Plattenfirmen Gelegenheit, zahlreiche Boxen mit Altbekanntem auf den Markt zu werfen – garniert mit dem üblichen Wischiwaschi-PR-Quatsch. Immerhin: Manche seiner Alben werden spannender, je weiter sie zurückliegen. SPON

Ekelhafte Beutelschneiderei.

Würde Lennon noch leben, er würde auf die Plattenbosse pissen.

Seine Yoko hätte er längst zum Teufel geschickt, um mit schwedischen Models durch die Gegend zu ziehen.

Er hätte sich immer noch nicht mit Paul versöhnt, wäre immer noch wütend.

Und vor allem hätte er NIEMALS TV-Werbung für Autos gemacht.

Fuck off!

John Lennon Vermarktung – mein Stinkefinger

Nur Verlierer telefonieren mobil

Zugegeben, in Notfällen oder bei einer Autopanne sind Handys sehr nützlich, ja beinahe unverzichtbar.

Aber wer beruflich immer und überall erreichbar sein muss und will, der ist doch nur eine arme Wurst.

Gearbeitet wird Mo-Fr von 9-18 Uhr im Büro. Wer davor oder danach und am Wochenende noch arbeitet, ist nichts anderes als ein freiwilliger Lohnsklave.

Ich für meinen Teil durfte im Urlaub wieder entdecken, wie befreiend es sein kann, kein Handy am Leib zu tragen. Kein Kümmern um den Akku oder die Funkdeckung, keine Sorge vor Diebstählen und Auslandsgebühren. Und vor allem, kein unfreiwilliges Zusammenzucken, wenn es bei einem total unpassenden Moment klingelt.

Ich habe mir vorgenommen, ab jetzt mein Handy zuhause nur noch ausgeschaltet zu lassen. So kann ich bestimmen, wann ich telefonieren will, und nicht irgendein A****, der sich nicht auf Bürozeiten beschränken kann mit seinem Mitteilungsbedürfnis.

Mag das Handy mal vor Urzeiten eine Bereicherung, für manche gar ein Statussymbol gewesen sein, so ist es doch jetzt nur noch eine einzige Last.

Nur Verlierer telefonieren mobil

Der Deutsche und das liebe Geld. Geht das schon wieder los?

Warum die Deutschen Asien-Aktien meiden- Das Verhalten scheint paradox: Deutsche Anleger wissen um die großen Renditechancen in Asien – trotzdem schrecken sie vor Aktien aus den dortigen Boomländern zurück. Brav kaufen sie heimische Standardtitel. Warum bloß? SPIEGEL

Nun, da der Beginn einer wirtschaftlichen Abschwungphase in Sicht scheint, werden wieder Artikel von PR-Stellen in den breiten Publikumsmagazinen gestreut, dass der deutsche Anleger immer noch dumm sei und sich endlich um eine vernünftige Anlageform kümmern müsse, auch wenn das bedeutet, dass man vom Markt noch weniger Ahnung hat als vom eigenen und dass man noch weniger in der Lage ist, Risiken einzuschätzen.

Leute, rennt um euer Leben und bringt euer Geld in Sicherheit. Die Finanzbranche hat die Profis abgegrast und jetzt ist sie wieder hinter den Cents des kleinen Mannes her.

Die Erfahrung zeigt schon seit Jahrhunderten, dass der Zug immer schon abgefahren ist, wenn die Profis auf einmal die Amateure entdecken.

Im Übrigen ist es völlig vernünftig, wenn der Anleger nur in das investiert, was er versteht. Und dass sind hierzulande eben Daimler Benz & Co. Die sieht er jeden Tag auf der Straße. Da weiß man, was man hat.

Wurde uns allen im Zuge der letzten (aktuellen?) Wirtschaftskrise nicht gepredigt, nur zu kaufen, was man versteht? Auf einmal soll das nicht mehr gelten?

Die Scheu, in Auslandsmärkte zu investieren nennt sich übrigens „local bias“ und ist ein weithin bekanntes Phänomen.

Also, ruhig bleiben und aussitzen.

Und die Behauptung, dass man mit 10 Jahre Investment in DAX-Index-Fonds kein Gewinn gemacht hätte, ist vollkommen aus der Luft gegriffen und hier ohne Quellenangabe – also unseriös.

Alle wissen, dass man jede Statistik so hinbiegen kann, wie es die eigene Verkaufstruppe braucht. Dann variiert man Vergleichskennziffern, Laufzeiten, Ein- und Ausstiegszeitpunkt oder unterschlägt mal eben die realen Verwaltungskosten und schon ist man im Minus oder dick im Plus.

Banker sind Verkäufer, keine Berater. Das muss man sich ins Hirn brennen.

Der Deutsche und das liebe Geld. Geht das schon wieder los?