ZDF-Morgenmagazin lässt sich von mutmaßlichen Betrügern sponsern

Schon einmal die nervige Fluege.de-Sponsoren-Werbung im Frühstücksfernsehen des ZDF ertragen müssen?

Ja, genau, die Werbung in der man immer staunt, wie Rainer Calmund es in den Sessel geschafft hat.

Lest mal diesen Artikel aus WELT Online:  Die Machenschaften des Abzock-Imperiums Unister

Für die Portale von Unister werben Prominente wie Reiner Calmund und Michael Ballack. Doch nun deckt Computer Bild auf: Die Firma zockt Tausende Deutsche mit skrupellosen Methoden ab.

Ich wusste schon, warum mir die Personen, die für diese Unternehmen Werbung machen, nie sehr sympathisch waren.

Mal eine Frage: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das ZDF jemals über diese Machenschaften berichtet?

ZDF-Morgenmagazin lässt sich von mutmaßlichen Betrügern sponsern

Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

Was mich an Formel 1 auf RTL stört:

  • zu viel Werbung, ganz besonders die Bierwerbung (komisch, die Marke kann ich mir nie merken)
  • peinliche Promis im Interview: die radebrechenden Klitschkos, die dumme van Almsick und besonders schlimm der stotternde, dauergeile Boris Becker – Gott, warum fällt der nicht einfach tot um?
  • zu viel Werbung
  • uninteressante Vorberichterstattung, um mehr Werbung zu schalten. Diese ganzen Homestories sollen die sich in den Arsch stecken und Niki Lauda kann ich nicht mehr sehen.
  • zu viel Werbung
  • langweilige Rennen. Es mag sein, dass die Saison als ganzes interessant ist, die Rennen sind es nicht. Keine Überholmanöver, wenig Ausfälle, keine Unfälle. Im Grunde kann man nach der ersten Runde abschalten. „Liebe Kinder, jetzt kommt ja doch nichts mehr. Abschalten“
  • zu viel Werbung
  • keine Charaktere. Weltmeister scheinen nur noch gelackte Hosenscheißer zu werden, die noch immer keine Haare am Sack haben. Sorry, Sebastian, aber du bist so interessant wie ein Besuch im Postamt.
  • zu viel Werbung
  • Die Stallorder. Man stelle sich vor, Senna hätte die Order erhalten, Prost vorbeizulassen. HA! Der wäre dem erst Recht in die Karre gefahren – und zwar zurecht!
  • zu viel Werbung
  • habe ich noch was vergessen? Achja, zu viel Werbung.
Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

VW vergewaltigt Barry White

von F <faustjucken@googlemail.com>
an info@grabarzundpartner.de
Datum 24. Juli 2010 15:25
Betreff Man, seid ihr peinlich
Gesendet von googlemail.com

Eurer Werberspot zu VW und die Vergewaltigung von Barry White ist schlimmer als der Holocaust.
Ich kann überhaupt nicht ausdrücken, wie sehr mich das ankotzt, wirklich. Ich kann mich gar nicht mehr beruhigen.

Aber wenn ich eure scheiss huchwieoriginellkreativ webseite sehe. BAH APPLE KOTZ!!!!, dann wundert mich nichts
Am liebsten würde ich jeden von euch eine mini atommobe in den arsch steck und mit zeitlupe zünde, damit ich eure verschiseenen gescihter sehen kann, wenn ihr ins univerum atomisiert wird.
ihr seid so scheiße
VW vergewaltigt Barry White

Gratiskultur im Internet

Als die „Times“ aus dem Gratis-Netz verschwand

Die Web-Seite der britischen „Times“ hat dramatisch an Besuchern verloren, seit sie Geld für ihre Online-Artikel verlangt. Doch für Häme ist es zu früh – der erste Einbruch der Nutzerzahlen ist wenig aussagekräftig. Erst langfristig wird sich zeigen, ob die Vision des Medienzaren Rupert Murdoch trägt. SPIEGEL

Wer soll denn die Top-Leute bezahlen, die die „Gratis“-Artikel schreiben? Etwa die lächerlich geringen Klickzahlen auf irgendwelche Banner (die ich z.B. filtere)?

Es ist kein Wunder, dass im Netz ein sehr großer Teil der Artikel nur noch von wenig journalistischer Subtanz (auch bei SPIEGEL online) durchdrungen ist und nicht selten aus den Zitate-Baukasten der Nachrichtenagenturen und Medienstellen kommen.

Und dass seit langen schon die Lektorenstellen abgebaut werden sieht man an den überhand nehmenden Fehlern (sowohl in Grammatik als auch in der Sache)

Wer gut recherchierte Artikel braucht, wie z.B. aus den Print-Versionen von FAZ, Zeit und Süddeutsche, der ist gerne bereit, ein paar Euro fuffzig zu zahlen – und nimmt dann selbstverständlich auch gerne die digitalen Benefits mit (Video, Foren, Archivrecherche etc.)

Aber wer DAS nicht erkennt, der soll sich nicht wundern, wenn bald die Online-Artikel nur noch von Amateuren in Blogs gepostet werden, die zum großen Teil nur auf digitalen Themen abfahren, aber zum gesellschaftlich Diskurs oder zu einer Aufklärung in differenzierten Themen nur wenig beitragen können.

Kurz: Gratiskultur fördert nur reichweitenstarken Boulevard und Sensationsjournalismus.

Ich drücke der Times die Daumen und hoffe, dass im Zuge einer Qualitätssteigerung auch der SPIEGEL dahin kommt.

Gratiskultur im Internet

Charity ist gleich doppelt schlimm

Mir juckt die Faust, wenn ich diese ganzen Wohltätigkeitsveranstaltungen, neudeutsch Charity-Events (mir würgt es im Hals) landauf, landab sehe, die sich besonders in der dunklen Jahreszeit ballen.

Ich fordere alle hiermit auf: SPENDET NICHT. Behaltet euer Geld, gebt es für ein nettes Geschenk aus, für euren Liebsten oder für euch selbst. Oder spielt meinetwegen Lotto, vielleicht wird ja mehr daraus.

Aber, um aller Götter willen, lasst die Finger von allen Veranstaltungen in denen irgendwelche Kreisklassen-Prominente am Telefon um Spenden bitten und sich anschließend auf Partys amüsieren, die mehr gekostet haben als an Spenden hereingekommen ist.

Gottschalk und Ferres bekommen den dreitausendsten Bambi, Kamera, Stern, Herz, vergoldeten Kackehaufen, was weiß ich, der rote Teppich wird von doofen Tittenmäuschen zertreten, die keinen eigenständigen Satz über die Lippen bekommen. Und am Ende gewinnen Götz George und Hannelore Elsner, oder Mario Adorf und Iris Berben. Ewig die gleichen Pappnasen

Ach ja, und wenn wir schon dabei sind: Die Spendenaufrufe zur Altkleidersammlung sind nicht nur jämmerlich beschämend, sondern für die Volkswirtschaften der so „beglückten“ Dritte-Welt-Länder absolut katastrophal. Seitdem hier die Gutbetuchten ihre abgelegten Klamotten nach Südamerika abschieben ist dort noch jeder lokale Textilmarkt zusammengebrochen. Warum auch produzieren und verkaufen, und damit Leute beschäftigen, wenn es der doofe Deutsche auch freiwillig gibt?

Für mich sind alle Spender Heuchler. Ich bin ehrlich, ich geb‘ es zu, ich spende nicht einen Cent. Ich behalte mein Geld für mich. Warum auch nicht? Ich habe eh schon genug an Steuern abgedrückt. Soll doch der Vatikan sein Gold einschmelzen. Für mich ist Geiz immer noch geil.

Spenden müssen weh tun. Wer als Doppelverdiener ohne Kinder 15 Euro im Monat spendet, um irgendein armes Kind in Afrika durchzufüttern, sollte sich fragen, wie er es noch schaffen kann, ohne selbstgerechtes Schulterklopfen vor dem Spiegel zu stehen. Wenn ihr ein schlechtes Gewissen habt, dann ändert lieber was an euch selbst.

Weihnachten, mit graust vor dir. In diesem Sinne.

Charity ist gleich doppelt schlimm