Fragen, die sich Werner Sonne nicht traut zu stellen

Heute morgen gab es wieder ein Arschlecken-Interview von Werner Sonne im ARD-Morgenmagazin. Zu Gast ist Bundeswurmfortsatz Wullf. Bestimmt waren die Fragen wieder vorgegeben. Im Grund hörte es sich an wie die vorgezogene Neujahrsansprache. Oh, Gott, wenn ich das Wort höre, muss ich gleich wieder kotzen: Neujahrsansprache.

Anlass ist irgendein ominöses Essen mit dem Bundespräsidenten, das die Volksdemokratie stärken soll. Mumpitz. Werden mit Sicherheit auch wieder nur handverlesene Gäste anwesend sein.

Besser Fragen wären gewesen:

„Herr Wullf, was entgegenen Sie den Bürgern, die der Meinung sind, dass das Amt des Bundespräsidenten in einer modernen Demokratie überflüssig ist?“

„Herr Wulff, was entgegen Sie den Bürgern, die der Meinung sind, dass Sie nicht durch einen demokratischen Prozess ins Amt gekommen sind und in einer bundesweiten Wahl nie gewonnen hätten?“

„Herr Wulff, werden Sie die ganze Amtszeit durchstehen?“

„Herr Wullf, es viele Bürger sind der Meinung, dass Sie ein religiöser Frömmler sind, der einer obskuren, katholischen Sekte angehört. Wie begegnen Sie dem?“

Als er noch seinen Schnurrbart hatte, der Werner, da war er aber bissiger in seinen Fragen

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Fragen, die sich Werner Sonne nicht traut zu stellen

Marcel Reich-Ranicki lehnt deutschen Fernsehpreis ab (volle Länge)

Immer wieder gut. Und dieses ekelhafte grinsende und klatschende Promi-Volk. Bah, ich könnte wieder so abkotzen, am liebsten in die Pfannkuchen-Visage von der Ferres.

Es lohnt sich ganz zu hören, wirklich.

Marcel Reich-Ranicki lehnt deutschen Fernsehpreis ab (volle Länge)

Quäl-Promis sind eine gesellschaftliche Notwendigkeit

Kamel mit Olivia Jones (rechts)
Kamel mit Olivia Jones (rechts)

So strafen uns die Fernsehgötter – Der Trash ist tot, es lebe der Trash! Weil „Big Brother“ pausiert, schickt RTL 2 jetzt B-Promis zu pelzigen Ersatzfamilien oder zum Tätowierer – und fettleibige Teenager zum Abspecken nach Afrika. Da ist Häkeln spannender. SPIEGEL

Sendungen, in denen D-Promis gedemütigt werden, sind eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Sie dienen dem sozialen Druckablass. Sie sind ein Ventil für den durch Langeweile angestauten Verdruss.

Früher gab es halt den Dorfdeppen, den Vaterlosen oder den Aussätzigen, auf den alle herumgehackt haben. Das ist jetzt natürlich politisch unkorrekt. Daher haben wir eine Prominenten-Kaste erfunden, deren Mitglieder sich sich gerne freiwillig quälen lassen: Die Q-Promis, Q wie Quäl.

Ob die merken, dass sich der normale Zuschauer dabei meist leicht angewidert gruselt, ist unerheblich. Ich behaupte sogar, die meisten der Schwachmaten wissen, dass sie nur vorgeführt werden. Aber die nächsten Alimente müssen halt auch gezahlt werden.

Wobei es natürlich viel mehr Freude macht, wenn der Q-Promi tatsächlich alles ernst nimmt.

Ich für meinen Teil freue mich wieder auf „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“. Und hoffe, dass sich dann zumindest noch einige wirkliche D-Promis finden lassen. Denn ich musste erschreckenderweise feststellen, dass die in den neu aufgezogenen Foltersendungen der letzten Wochen angetretenen Personen, mir total unbekannt sind.

Und eine unbekannte Person quälen ist doch pervers.

Quäl-Promis sind eine gesellschaftliche Notwendigkeit

Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

Was mich an Formel 1 auf RTL stört:

  • zu viel Werbung, ganz besonders die Bierwerbung (komisch, die Marke kann ich mir nie merken)
  • peinliche Promis im Interview: die radebrechenden Klitschkos, die dumme van Almsick und besonders schlimm der stotternde, dauergeile Boris Becker – Gott, warum fällt der nicht einfach tot um?
  • zu viel Werbung
  • uninteressante Vorberichterstattung, um mehr Werbung zu schalten. Diese ganzen Homestories sollen die sich in den Arsch stecken und Niki Lauda kann ich nicht mehr sehen.
  • zu viel Werbung
  • langweilige Rennen. Es mag sein, dass die Saison als ganzes interessant ist, die Rennen sind es nicht. Keine Überholmanöver, wenig Ausfälle, keine Unfälle. Im Grunde kann man nach der ersten Runde abschalten. „Liebe Kinder, jetzt kommt ja doch nichts mehr. Abschalten“
  • zu viel Werbung
  • keine Charaktere. Weltmeister scheinen nur noch gelackte Hosenscheißer zu werden, die noch immer keine Haare am Sack haben. Sorry, Sebastian, aber du bist so interessant wie ein Besuch im Postamt.
  • zu viel Werbung
  • Die Stallorder. Man stelle sich vor, Senna hätte die Order erhalten, Prost vorbeizulassen. HA! Der wäre dem erst Recht in die Karre gefahren – und zwar zurecht!
  • zu viel Werbung
  • habe ich noch was vergessen? Achja, zu viel Werbung.
Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

Promis bestrafen, die keiner kennt, macht keinen Spaß

Lese gerade die Setlist der neuen Promisbestrafshow auf Pro7 „Solitary“ – was für eine kackendoofer Name.

Ich dachte mir, super, Promis, die sich für nichts zu dämlich sind, medial abfoltern und damit die Wartezeit auf „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ überbrücken.

Aber, Pustekuchen (schönes deutsches Wort) alles nur Promis, die nicht mal ich kenne. Und ich kenne (leider) einen Menge – wenn auch nur vom Namen her.

Bei Viva gefeuert? Bei Bohlen rausgeflogen? Beim „Playboy“ abgehakt? Dann bleibt immer noch die Show „Solitary“, bei der ab diesem Samstag neun abgehalfterte Medienarbeiter bei peinigenden Übungen in Gefängniszellen ihr Comeback ankurbeln wollen: Isolationshaft als Karrierekick. SPIEGEL

Vielleicht schaue ich mal kurz rein. Wird Zeit, dass Sonya kraus mal ihre Titten zeigt, jünger wird die nämlich auch nicht.

Es machen mit: Ex-Viva-Moderatorin und Sängerin Liza Li Wilke, Sänger Martin Kesici, Ex-Turnerin Magdalena Brzeska, Soap-Darsteller Kay Böger, Nacktmodell Doreen Seidel, Ex-Mister-Germany Dirk Schlemmer, Wrestler Murat Bosporus, DSDS-Teilnehmer Benny Kieckhäben und TV-Reporterin Funda Vanroy .

Ach, Fuck, alles Unbekannte. Die könnten auch von der Straße kommen. Naja, tun sie wahrscheinlich auch. ‚Ne, das macht keinen Spaß. Da hilft auch Känguruhodenessen nichts.

Solitary
Promis bestrafen, die keiner kennt, macht keinen Spaß