Iran will 18-Jährigen wegen Homosexualität hinrichten

Iran will 18-Jährigen trotz falscher Vorwürfe hinrichten. Der Iraner Ebrahim Hamidi soll gehängt werden. Vorwurf: Der 18-Jährige sei schwul und habe versucht, einen Mann zu vergewaltigen. Beweise gibt es nicht, sogar das vermeintliche Opfer dementiert – Menschenrechtler sind entsetzt. SPIEGEL

„…Trotz falscher Vorwürfe hinrichten.“ Das klingt ja so, als würde es bei einer „nachgewiesenen“ Homosexualität OK sein, ihn hinzurichten.

Wo sind denn die ewigen Gutmenschen geblieben, die sofort schreien, wenn in Israel irgendein Politiker etwas gegen Iran/Palästina/Hamas sagt?

Wo sind die linken Spinner, die Ahmadinedschad immer noch für einen vom Westen missverstandenen Menschenfreund halten?

Wo sind die Träumer, die den Islam nicht für eine verbrecherische Sekte halten, die nur dazu dient, die Menschen Arabiens unter der Knute der Mächtigen zu halten?

Wo sind Sie? Wo sind Trittin? Wo sind Roth? Wo sind Özdemir? Wo sind Künast?

Stumm?

Iran will 18-Jährigen wegen Homosexualität hinrichten

In Russland brennt der Wald

Der dichte Rauch der Wald- und Torfbrände nimmt den Moskauern die Luft. Die Sichtweite liegt unter 50 Metern, der zulässige Grenzwert für Kohlenstoffmonoxid ist um das Sechsfache überschritten. Jetzt ziehen die ersten Länder diplomatisches Personal aus der russischen Hauptstadt ab. SPIEGEL

Die Probleme sind aus der Stalin-Zeit mitgeschleppt worden.

Den Machthabern – allen voran Putin – war nie daran gelegen, diese Probleme anzugehen, da dies kurzfristig keine publikumswirksame Fernsehbilder hervorbringt. Langfristige Probleme können halt nur langfristig gelöst werden.

Das Problem der jährlichen Waldbrände durch trocken gelegte  Moore kenne ich bereits seit 1981, als sie der amerikanische Schriftsteller Martin Cruz Smith in seinem Roman „Gorki Park“ schilderte. Soll also keiner sagen, er hätte es nicht gewusst.

Und da es de facto keine Demokratie und keine Medienfreiheit in Russland gibt, kann euch gestern noch der Sprecher des Moskauer Bürgermeisters, der sich übrigens im Urlaub an unbekannten Ort befindet, weiterhin verbreiten, dass doch gar kein Problem bestünde (O-Ton).

Und die mundtot gemachte politische Konkurrenz ist dann auch keine Hilfe.

Aber ich tröste mich mit dem Gedanken, dass jedes Volk die Regierung bekommt, die es verdient. Sie wollten Putin&Co, sie haben Putin&Co.

In Russland brennt der Wald

Ole von Beust A.D. – und wieder haut einer in den Sack

Ole macht den Köhler. Diagnose: Burn-Out gemischt mit Karrieresackgasse.

..Mit 55 Jahren spricht Beust diesen Satz. Andere Politiker sehen sich da im besten Alter, haben oft den Zenit ihrer Macht noch gar nicht erreicht. Beusts Botschaft jedoch lautet: Ich habe alles erreicht. Was soll ich noch hier?.. SPIEGEL

Der Erkenntnisgewinn dürfte sein, dass eine weitere Primadonna ihre Grenzen erkannt hat. Die großen Themen gibt es nicht mehr, statt dessen wird sich im politischen Alltagsgeschäft über solch Banalitäten wie Verlängerung der Primarstufe, Elbvertiefung oder die Wiedereinführung der Stadtbahn gestritten [Wikipedia].

Manch einer sieht in diesen Themen weichen stellende Entscheidungen, in Wahrheit sind es doch nur die heiligen Kühe einiger gut organisierter Interessentruppen. Fazit: Alles bleibt beim Alten.

Die Republik braucht keine Politiker

Auch der lange Wochen verwaiste Regierungssessel in NRW hat über mehrere Wochen in die Republik signalisiert: Wir brauchen euch nicht. Wir können auch ganz gut ohne euch.

Und welcher Politiker mit Ambitionen würde dieses Zeichen nicht versehen? Sich jahrzehntelang in politischen Grabenkämpfen und Hinterzimmersitzungen aufreiben, Gegner wegbeißen und Sitzfleisch zeigen, das reizt nicht mehr.

Es steht als zu befürchten, dass zukünftig die bundesdeutsche Politik noch weiter als bisher von mediokren Köpfen geprägt werden wird.

Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient

Mahlzeit. Aber ich tröste mich mit dem Gedanken: jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient. Und wir haben es nicht besser verdient.

Ole von Beust A.D. – und wieder haut einer in den Sack

Gesetzgeber gibt wieder der Lobbyarbeit nach

Offizieller Start: Post kassiert für Online-Briefe 55 Cent pro Stück
Auch übers Netz lassen sich nun rechtssichere Briefe verschicken – die Deutsche Post ist das erste Unternehmen, das zertifizierte E-Mails zum Einsatz bringt. Registrierte Nutzer werden damit eindeutig identifizierbar. Konkurrenten werden der Post folgen – mit niedrigeren Preisen. (Spiegel)

Und wider hat es ein Staatsmonopolist – die Post – (und die anderen Anbieter dieses nutzlosen Produktes) es geschafft haben, dieses quasi per Gesetz zum Must-Have zu erheben.

Gute Lobbyarbeit.

Das wird noch lustig, wenn der Erste über einen gehackten Account eine Lebensversicherung abschließt und dann nicht beweißen kann, dass er es nicht war. Dann dürfte aufgrund der technischen Sicherheit (*Hüstel*) die Beweislast wieder beim Opfer liegen, der somit zum Täter wird.

Im Gegensatz zu einer richtigen Unterschrift, die vom Graphologen ausgewertet werden kann, ist dies bei einer digitalen Unterschrift nämlich nicht möglich.

Das ist übrigens ein Problem aller digitalen Zertifikat. Wenn sie erstmal korrumpiert sind, ist die Kacke am Dampfen.

Also ich werde rechtsverbindliche Geschäfte gleich welcher Art mit Sicherheit NIEMALS über diese E-Mail-Adressen tätigen.

Es sei denn, der Gesetzgeber zwingt mich dazu, weil die Post es so will.

Gesetzgeber gibt wieder der Lobbyarbeit nach

Wulff sympathisch? Mir nicht.

Es ist mir schleierhaft, wie jemand zwei so aalglatte Politfunktionäre und Berufspolitiker wie Guttenberg und Wulff sympathisch finden kann. (SPIEGEL)

Ich würde solchen Leuten nicht einmal die Hand geben.

Für mich sind das politische Puddings und Schönwetterkapitäne, auf deren Wort man null geben sollte.
Besonders Wulf wirkt auf mich wie die Sorte Mensch, die gerne „die Sachzwänge“ hervorhebt und damit auch jedes Todesurteil locker unterzeichnen würde.

Auf mich wirkt der Herr so protestantisch bieder (auch wenn er Katholik ist) wie ein Gestapo-Mann aus der zweiten Reihe. Ein typischer Schreibtischtäter.

Mal ehrlich, würdet ihr ihn eure Kinder babysitten lassen? Ich nicht.

Wulff sympathisch? Mir nicht.

Wulff – Ein grauer Parteisoldat wird Bundeswurmfortsatz

Kann man sich eine langweiligere, konturlosere und sinnraubendere Person als Bundeswurmfortsatz, Pardon, Bundespräsident vorstellen als den biederen Herrn Christian Wulff aus Niedersachsen?

So brav, bieder und langweilig wie eine holländische Gewächshaustomate. So öde wie Niedersachsen selbst. Da muss Mama Merkel keine Angst haben, dass er aufmuckt. Wulff wird wahrscheinlich sogar eine Genehmigung einholen, bevor er aufs Töpfchen geht.

Wulff ist der nächste Tropfen ins Fass der Parteiverdrossenheit.

Eine abgekartete Sache, eine „Bundesversammlung“ – das klingt wie Dreißigjähriger  Krieg – aus Parlamentariern und handverlesenen sonstigen Stimmviech, das seine Meinung der Parteiräson unterstellen soll.

Mir wird übel.

Wulff – Ein grauer Parteisoldat wird Bundeswurmfortsatz