Sarah Ferguson am Rande des Ruins

Eine der schillerndsten Figuren des englischen Königshauses könnte sehr tief stürzen: Sarah Ferguson erlitt riesige Verluste durch das chaotische Management einer Firma, bei der sie sich mit ihren Geschäftspartnern zerstritten hatte. Geht die Herzogin von York jetzt bankrott? SPIEGEL

Ich kann mir nicht helfen, aber ich freue mich immer wie ein Kind, wenn ich dieses verfluchte, arbeitsfaule Adelspack scheitern sehe. Jeh blutiger die auf die Schnauze fallen, desto besser. Dumm, wenn man im Leben nichts anderes kann, als die Alibifrau für einen debilen Sprössling einer blutarmen Inzestfamilie zu spielen und ab und an mal in der Öffentlichkeit an den eigenen Zehen lutschen zu lassen.

Diese rothaarige Schlampe war leider so dumm sich scheiden zu lassen. Ihr ehemaliger Schwiegervater ist da klüger, der läuft schon schwanzlos seit einem gefühlten Jahrhundert seiner alten Vettel hinterher und fällt sonst höchsten bei unflätigen Bemerkungen gegenüber Minderheiten auf – womit er ja in guter britischer Gesellschaft ist.

Ja, liebe Sarah, da muss Du dir wohl bald ein Beispiel bei Tatjana Gsell nehmen, die jetzt komplett ins Pornofach abgerutscht ist. Aber ich fürchte, für dich bezahlt keiner auch nur einen müden Groschen.

Die Briten täten gut daran, die Guillotine einzuführen.

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Sarah Ferguson am Rande des Ruins

Einige Regeln für den Umgang mit Geld, die immer und überall gelten

Schiffbruch in Dubai – Warum ein britischer Manager elf Wochen obdachlos in einem Park lebte. SPIEGEL

Dazu möchte ich Folgendes anmerken:

  1. Einen Wagen kauft man NIE auf Kredit. Weder im Heimatland noch im Ausland (da schon gar nicht!). Wer den Wagen nicht bar bezahlen kann, kann ihn sich nicht leisten. Dann muss man halt sparen oder was Billiges kaufen.
  2. Auch andere Konsumgüter (Reisen, Möbel etc.) erwirbt man niemals auf Kredit. Sowas machen nur sehr dumme Menschen. Wer mit Geld umgehen kann, macht sowas jedenfalls nicht.
  3. Niemals, unter gar keinen Umständen die Miete ein Jahr im voraus bezahlen – und schon gar keinen Kredit dafür aufnehmen. Wenn der Vermieter oder die Behörden mich rauswerfen, bin ich die im Voraus gezahlte Miete los. Als Mieter, der nur monatlich zahlt, ist man immer auf der sichereren Seite. Wenn es nicht klappt, ab in den Flieger und man ist nur eine Miete und vielleicht die Kaution los. Auch hier gilt, wenn ich einen Kredit aufnehmen muss, um wohnen zu können, stimmt irgendetwas nicht.
  4. Niemals über den eigenen Verhältnissen leben. Die Kreditkarte immer sofort ausgleichen, gar nicht erst Zinsen auflaufen lassen. Wer auf bessere Zeiten spekuliert und jetzt feiert, wird immer verlieren.
  5. Im Ausland gilt: Mindestens 10, besser 20 Prozent vom Nettoeinkommen zur Seite legen. Und zwar bei einer anderen Bank als der Hausbank oder besser noch in bar in stabilen Währungen (Euro, Franken, Dollar). Damit bezahlt man zur Not seinen Arzt oder das Rückflugticket nach Hause und muss nicht bei der Botschaft betteln gehen.
  6. Für alle Privatpersonen gilt – egal, was dir easyCredit&Co erzählen – Finger weg von Krediten gleich welcher Art.
  7. Kredite nur, wenn a) geschäftlich und b) haftungsbeschränkt – sonst ist die Sache eben eine Nummer zu groß und das Scheitern vorprogrammiert. Wer einen Kredit nur erhält, wenn seine Urgroßmutter bürgen muss, der sollte sein Geschäftsmodell noch mal genau überdenken.
Einige Regeln für den Umgang mit Geld, die immer und überall gelten

In Russland brennt der Wald

Der dichte Rauch der Wald- und Torfbrände nimmt den Moskauern die Luft. Die Sichtweite liegt unter 50 Metern, der zulässige Grenzwert für Kohlenstoffmonoxid ist um das Sechsfache überschritten. Jetzt ziehen die ersten Länder diplomatisches Personal aus der russischen Hauptstadt ab. SPIEGEL

Die Probleme sind aus der Stalin-Zeit mitgeschleppt worden.

Den Machthabern – allen voran Putin – war nie daran gelegen, diese Probleme anzugehen, da dies kurzfristig keine publikumswirksame Fernsehbilder hervorbringt. Langfristige Probleme können halt nur langfristig gelöst werden.

Das Problem der jährlichen Waldbrände durch trocken gelegte  Moore kenne ich bereits seit 1981, als sie der amerikanische Schriftsteller Martin Cruz Smith in seinem Roman „Gorki Park“ schilderte. Soll also keiner sagen, er hätte es nicht gewusst.

Und da es de facto keine Demokratie und keine Medienfreiheit in Russland gibt, kann euch gestern noch der Sprecher des Moskauer Bürgermeisters, der sich übrigens im Urlaub an unbekannten Ort befindet, weiterhin verbreiten, dass doch gar kein Problem bestünde (O-Ton).

Und die mundtot gemachte politische Konkurrenz ist dann auch keine Hilfe.

Aber ich tröste mich mit dem Gedanken, dass jedes Volk die Regierung bekommt, die es verdient. Sie wollten Putin&Co, sie haben Putin&Co.

In Russland brennt der Wald

Das Fanal – Die BP-Katatrophe beendet das Amerikanische Jahrhundert

Aufstieg und Fall von Weltreichen

2010 ist es soweit. Jetzt können wir live und im Internet erleben, wie sich die seit Ende des zweiten Weltkriegs erlangte Vormachtstellung der USA in der Welt aufzulösen beginnt. Parallel zum auslaufenden Öl versiegt die Kraft der letzten selbsternannten Weltmacht.

Konnten wir den beneidenswerten Aufstieg als Kultur-, Wirtschafts- und Militärmacht nach Ende des Zweiten Weltkriegs miterleben, sehen wir nun den Abstieg in Dekadenz und Verlogenheit.

BP (auch wenn es ein britisches Unternehmen ist) liefert uns den Lackmustest für den Gestaltungs- und Überlebenswille einer Gesellschaft. Offensichtlich ist BP nicht in der Lage und auch nicht Willens, dass Problem zu lösen. Und das trotzdem eines Gewinns von13,9 Mrd. Dollar im Jahre 2009.

Es gibt und gab noch andere Indikatoren: mehrere kurz aufeinander folgende Wirtschaftskrisen, die ohne Konsequenzen blieben; eine bodenlose Verschuldung, die nie wird getilgt werden können, Kriege, die auch nicht mit noch mehr Waffen gewonnen werden können, die unglaublichen Reichtümer während einen Straßenblock weiter Menschen dahinvegetieren wie in der Dritten Welt.

Amerika ist korrupt und dekadent und kann sich nicht mehr auch sich selbst erneuern. Amerika hat die phantastische Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden, verloren.

Amerika hätte ein Segen sein können für die Welt und war es auch viele Jahr lang. Schließlich haben die Amerikaner ihre Väter, Brüder und Söhne geschickt, um Europa und die Welt von den Nazis zu befreien. Aber die Arroganz der Mächtigen und die Unfähigkeit der Politiker hat es zu einem weltweiten Fluch werden lassen. Das bedingungslos exportierte wirtschaftliche Leitbild des Laissez-faire hat die gesamte Welt mit der Finanz- und Bankenkrise in den Abgrund gerissen. Und alles nur, damit sich möglichst viele Wallstreet-Banker goldene Wasserhähne leisten können.

Die Amerikaner haben viel Ansehen in der Welt verloren. Die Doktrin, dass jeder Feind des Feindes automatisch zum Freund wird, hat über mehre Kriege hinweg die Gruppe der bedingungslosen Freunde und Bewunderer der USA überschaubar werden lassen.

Churchill soll gesagt haben, am Ende machen die Amerikaner es richtig, nachdem sie zuvor alles andere ausprobiert haben. Dies wird es wohl auch im Falle von BP sein. Aber viel weiter werden sie nicht mehr kommen. BP ist das Menetekel, das letzte Tröpfchen in den Fass.

Das Ende der Geschichte kommt nicht

Bekannt ist die Aussage des Politikwissenschaftlers Francis Fukuyama, der nach dem Ende des Kalten Krieges nun das Ende der Geschichte kommen sah. Er hat sich getäuscht. So wie der Sozialismus scheitern musste, scheint nun auch sein Gegenpart, der bedingungslose Kapitalismus, zumindest in seiner amerikanischen Ausprägung zu scheitern.

Woran mag es liegen? Die Unfähigkeit der Politiker? Die Gier der Eliten? Eine nicht mehr zeitgemäße Verfassung? Die Trägheit des Durchschnitts-Amerikaners?

Die größte Lehre, die man aus der Geschichte ziehen kann ist, dass Reiche, kommen und gehen – und seien sie auch noch so mächtig.

Nationen implodieren und machen Platz

Andere Reiche kamen und gingen: das Makedonien Alexander des Großen, Rom, das britische Empire. Interessant ist, dass Aufstieg und Fall nun innerhalb weniger Generationen erfolgen und dokumentiert werden.

Ich denke nicht, dass die Amerikaner noch in der Lage sind, ihre Probleme zu bewältigen. Sie werden scheitern, „They will fail“. Ich frage mich, wie die Welt darunter leiden wird.

Und China steht schon an, die Position der USA zu übernehmen. Leider

Kleine Notiz am Rande: Fanal war der Markenname für Mineralöle der Hugo Stinnes AG.

Das Fanal – Die BP-Katatrophe beendet das Amerikanische Jahrhundert

Österreichischer Titelwahn oder wie peinlich ist das denn?

Angeregt durch einen Beitrag im ZDF-Morgenmagazin habe ich mich mal auf die Recherche begeben und mich auf der Website der Wiener Staatsoper, respektive deren Bestellseite (Registrierung für Neukunden“ klicken) umgeschaut. Was ich dort fand, passt prima zu meinem Artikel „Der Adel ist in Deutschland abgeschafft..

Östereicher sind titelgeil
Östereicher sind titelgeil

Und es stimmt tatsächlich. Im Auswahlfeld für den Titel, in dem der gemeine Bundesrepublikaner lediglich ein Dr. oder Prof. Dr. vorfindet – wenn überhaupt – hat der liebe Österreicher genau 245 Titel zu Auswahl. Von Amtsrat über Kammersänger bis Vizebürgermeister ist alles dabei, was die Phantasie hergibt.

Was ist z.B. ein Gen.Dir. Dr.? Eine Genie Direktor Doktor? Vielleicht gar der nächste Schurke im neuen Bondfilm? Und wieso gibt es eine Botschaftsrätin aber keine Bürgermeisterin? Und wieso wird der SEKTIONSCHEF groß geschrieben?

Was für ein Wahnsinn. Wer ermittelt das überhaupt? Wer pflegt diese Liste? Gibt es gar eine offizielle? Und warum nimmt man nicht gleich ein Freitextfeld?

Surrogat für das dekaptierte Adelspack. Aber dennoch nur eine kleinbürgerlich spießige Angelegenheit. Anstatt stolz zu sein, das Buckeln vor dem Adel abgeschafft zu haben, ergehen sich unseres südlichen Nachbarn noch weiterhin in Titelschwelgereien.

Aber andererseits, wenn sogar die Lehrerin eine Studienrätin und der Hausmeister Facility Manager ist, dann kann man ja schon stolz sein, keinen Titel zu haben, weder einen ererbten noch einen erworbenen.

Hier die komplette Liste:

Abg., Abg. z. NR Dr., Abgeordneter, Amtsrat, -Arch., Arch., ARCH., Arch. Ing., Arch.Ing., ARCH.ING., ARCH.MAG., ARCH.PROF., Bakk., Bakk. art., Bakk. (FH), Bakk. iur., Bakk. phil., Bakk. Phil., Bakk. rer. nat., Bakk. rer. soc. oec., Bakk. techn., Bakk. theol., BC, Bgm., BM, Botschafter, Botschafter Dr., Botschaftsrat, Botschaftsrätin, Bundesminister a.D., Bürgermeister, Bürgermeister Dr., DDr., DDR., DI, DI.Dr., Dipl. Arch., Dipl. Bw., Dipl. Dolm., Dipl. Inf., Dipl. Ing., Dipl. Ing. Dr., Dipl. Ing. (FH), Dipl. Ing. Mag., Dipl. Math., Dipl. Met., Dipl. Oec., Dipl. Öko., Dipl. -Päd., Dipl. Phil., Dipl. Soz., Dipl. Vw., Dipl.-Arch., DIPL.ARCH., Dipl.Biol., Dipl.Bw., DIPL.DOLM., Dipl.-Geogr., Dipl.Geol., Dipl.Ing., DIPL.ING., Dipl.Ing.Dr., DIPL.ING.DR., DIPL.ING.MAG., Dipl.Math., Dipl.Met., DIPL.MET., Dipl.Oec., Dipl.Öko., Dipl.-Päd., DIPL.PHIL., DIPL.PHYS., Dipl.Soz., Dipl.Vw., DIPL.VW., Dipl.VW MR aD, Dir., DIR., Dir. Dr., Dir. Mag., DIR.DR., Dkfm., DKFM., Dkfm. Dr., Dkfm. Mag., Dkfm. Mag. Dr., Dkfm.Dr., DKFM.DR., DKFM.MAG., Doz. Dr., Doz.Dr., DOZ.DR., Dr., DR., Dr. Mag., Dr. med. dent., Dr. med. vet., Dr.Ing., Gen. Dir., GEN.DIR., Gen.Dir. Dr., Gouverneur, Gouverneur Dr., Hofrat, HOFRAT, Hofrat Dipl.Ing., Hofrat DIPL.ING., HOFRAT DIPL.ING., Hofrat Dr., HOFRAT DR., Hofrat Mag., Hofrat Prof., Honorarkonsul, Ing., ING., Ing. Dkfm., Ing. Dr., Ing. Mag., Ing.Dkfm., ING.DKFM., Ing.Dr., ING.DR., Ing.Mag., ING.MAG., Ing.MSD, Intendant, Kammersänger, Komm.Rat, KOMM.RAT, Komm.Rat Ing., KOMM.RAT Ing., KOMM.RAT ING., KOMM.RAT PROF., Konsul, Konsul Dr., KR Dkfm., KR Dr., L.Abg., Landeshauptmann-Stv., LL.M., Lord, MA, Mag., MAG., Mag. Arch., Mag. DDr., Mag. Dkfm., Mag. Dr., Mag. (FH), Mag. pharm., Mag.arch., MAG.DDR., Mag.DI., MAG.DKFM., Mag.Dr., MAG.DR., MAS, MBA, M.B.L., MD, MdA, MdB, MdL, MDr., Med.Rat Dr., M.E.S., MIB, Min.Rat, MIN.RAT, Min.Rat Dr., MIN.RAT DR., MIN.RAT Mag., MIN.RAT MAG., MMag., MMAG., MPH, MR Dr., MR Dr., MS, MSc, Oberamtsrat, Oberleutnant d.Res., Oberst, Oberstudiendirektor, ObstA Dr., OMR.DR., OSR, OStR., OSTR., OStR. Prof., OSTR.PROF., Pastor, Pastorin, Pfarrer, PhD, Präs. Gen.Dir. Dr., Präsident Ing., Prim. Dr., Prim. MR Dr., Prim. Prof. Dr., Prim. Univ. Prof. Dr., Prim.Dr., PRIM.DR., Prim.Univ.-Prof.Dr., Prof., PROF., Prof. DI. Dr., Prof. Dr., Prof. Dr. Dr., Prof. Mag., Prof.Dipl.Ing., PROF.DKFM., Prof.Dr., PROF.DR., Prof.Dr.Dr., Prof.Mag., PROF.MAG., RA, RAe., Reg. Rat, Reg.Dir., Reg.Rat, REG.RAT, Reg.Rat Ing., SEKTIONSCHEF, Senator, Senator Dipl.Ing. Dr., Senator h.c Prof. Dr. Dr., StD, StR. Dr., Studienrat, STUDIENRAT, Univ. Doz., Univ. Doz. Dr., Univ. -Doz. MMag. DDr., Univ. Prof., Univ. Prof. Dr., UNIV.DOZ., Univ.-Doz. MMag. DDr., Univ.Doz.Dr., Univ.-Lektor Prof. MMag, Univ.Prof., UNIV.PROF., Univ.Prof.Dr., Vizebürgermeister

Österreichischer Titelwahn oder wie peinlich ist das denn?

Er ist weg! Endlich!

Der Jubel war groß, auch und erst recht in den U.S.A., als Bush in den Hubschrauber stieg und sich mit seiner Frau auf den Weg ins heimische Texas machte. Die Menschen pfiffen und buhten ihn zum Abschied aus.

Fast erinnerte es an die Verabschiedung eines verhassten Diktators.

Das Land atmet merklich auf.

Ein unmoralischer, dummer Mensch wird in seinen unverdienten Ruhestand geschickt.

Ein Mann, der nach eigener Aussage nichts bereut. Ein Mann, der absolute Macht besaß, und der nur die Marionette von Interessengruppen war.

Ein Mann, der mit seinen provozierten Angriffskriegen tausende Menschen ins Unglück und in den Tod geschickt hat.

Leider wird dieser Mensch nie für seine Taten büßen müssen.

Die Geschichte wird das schlechte Urteil über ihn fällen. Aber das ist mir nicht genug. Ich hoffe, dass ihn bald die Kugel eines Attentäters mitten in sein dummes Gesicht trifft.

Er ist weg! Endlich!