Liebe Frau von der Leyen: Warum ich keine Kinder will.

Liebe Frau von der Leyen,

den Artikel im aktuellen STERN „Geld, Karriere – und dann erst Kinder“, der sich mit der zunehmenden Kinderlosigkeit der Deutschen beschäftigt, möchte ich gerne in einem Brief an Sie kommentieren, in dem ich darlege, warum für meine Partnerin und mich Kinder nicht in Frage kommen.

Es ist leider eine „simple“ Kostenfrage:

1.  Ich muss Rentenbeiträge zahlen. Meine Partnerin privat Fürsorge.

2. Da wir als Rentner nicht zum Sozialfall werden wollen, sparen wir nochmals 10% unseres Netto-Einkommens

3. Man muss damit rechnen (nicht unbedingt erwarten!), dass unsere Eltern zu Pflegefällen werden, mit denen uns der Staat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich allein lassen wird.

Um das zu schultern, arbeiten wir beide jeder ca. 60-80 Stunden in der Woche, teils angestellt, teils selbständig, die Wochenenden inklusive.

Wo soll da ein Kind reinpassen?

Obwohl wir beide nicht schlecht verdienen, würde uns ein Kind mit einem Schlag das Einkommen halbieren. Und jetzt packen Sie noch die Kosten dazu, die es mit sich bringt,ein Kind 20 Jahre lang groß zuziehen.

Und als „Bonus“ noch der Stress den man in der Erziehung hat: Kita-Suche, Grundschulsuche, Stress auf dem Gymnasium, Stress mit dem Abitur, Stress mit der Jobsuche, Stress Stress Stress

Nein, danke.

Liebe Frau von der Leyen: Warum ich keine Kinder will.

6 Gedanken zu “Liebe Frau von der Leyen: Warum ich keine Kinder will.

  1. Bernd S. schreibt:

    Haha… lieber Autor, ich sehe das genauso wie du… bin in einer ähnlichen Situation… aber komm mir nicht mit dem Argument der vielen Arbeit… dafür hast du schon in zu vielen anderen Artikeln geschrieben (oder wars nur einer) wie wenig du doch in Wahrheit am Tag tust…😉

    Wie auch immer… keep up the good work!😀

    1. Gut gekontert.
      Aber ich habe mehrere Jobs. Einen Job zum Arsch-Platt-Sitzen mit Anwesenheitspflicht und einen der mich auf Trab hält. Und, glaube mir, permanentes Nichtstun ist anstrengender als arbeiten, wirklich!

  2. dieblaueneu schreibt:

    So werden die Dinge, bei realistischer Betrachtung, wohl von den Mittelständlern aller Länder, gebildet,emanzipiert und mit Job/Arbeit versorgt, gesehen.
    Dem kann nur mit einer aktiven Gesellschaftspolitik begegnet werden, will man die Vergreisung stoppen, die diese Sichtweise zur Basis hat, d.h. —besondere— finanzielle Förderung von auf Dauer angelegten heterosexuellen Partnerschaften(Ehe/Familie), die zu den Bevölkerungskreisen mit geringer bis geringster Geburtenrate zählen, und zwar so, dass sie im Vergleich zu Single/Homo/Lesben Haushalten keine finanziellen Nachteile haben.

    Eigentlich steht das schon im Grundgesetz (Art. 6 GG; Ehe und Familie stehen unter besonderem Schutz), ist aber wohl nicht ernst gemeint und dient nur noch als Wahlkampftäuschung für das liebe Stimmvieh.

    1. Nein, im Grunde müsste man Familien, die Kinder haben wollen, bestrafen oder zumindest nicht noch extra fördern.
      Warum? Weil sie ja TROTZ aller Schikane noch Kinder bekommen.
      Wer Kinder haben will, bekommt sie auch ohne Kindergeld.
      Und wer keine haben will, der sollte nicht noch mit Geschenken dazu „überredet“ werden. Das hätten die Kinder nicht verdient.
      Es braucht nicht mehr Geld, um den Kinderwunsch zu fördern (wie man sieht klappt es ja nicht), sondern eine kinderfreundliche Gesellschaft. Ich denke nur an den Mecker-Rentner aus der CDU, der „Kinderlärm“ mit Düsenjets vergleicht.

      1. Maja schreibt:

        Kindergeld ist kein Geschenk, sondern vor allem eine Rückerstattung zuviel einbehaltener Steuern an die Eltern.

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