Das ist wieder so ein typisches Männerthema

Binnen 30 Sekunden wird aus einem Paket ein fahrbarer Untersatz. Zauberei? Nein, moderne Faltrad-Technik. Heutzutage können solche Bastel-Drahtesel viel mehr als nur rollen: An manchen kann man sogar sein Handy aufladen. SPIEGEL

Klappräder gab es auch schon früher. Nur waren die Dinger damals (so wie heute) hässlich und wurden nur von Omas gefahren. Aber sie waren billig.

Heute legen die Leute einen Monatslohn hin, um sich ein Fahrrad zu kaufen, dass man dann zusammenklappt und mit sich herumträgt, nur um nach der Arbeit 3 Minuten schneller an der nächsten Bushaltestelle zu sein. Aber zumindest können sie ihr Apfeltelefon während der Fahrt aufladen, damit sie im Bus twittern können, dass sie jetzt im Bus sitzen.

Dazu gibt es dann eine schöne Marketing-Maschinerie, die dir versichert, dass dein Rad unbedingt die neueste linksbelüftete Rückwärts-Tretumlenk-Beschleunigungsspule von Tralala braucht, die das Antreten noch 15% besser macht. Für mich sind das die SUV-Fahrer unter den Grünen.

Wenn ich mir vorstelle, in der Großstadt, in der ich lebe, mit dem Fahrrad zu fahren, bekomme ich Schweißausbrüche. Da fahre ich lieber den Rest meines Lebens Auto oder gehe zu Fuß, was ja dank der zu Rennzonen umfunktionierten Fahrradwege auch nicht mehr so sicher ist.

Ich kenne jemanden (persönlich!), der seit Jahren mit einem dieser sündhaft teuren Klappräder beinahe täglich ins Büro fährt. Und im Schnitt hat er zwei böse Stürze im Jahr inklusive Langzeitschäden: Schulter kaputt, Hüfte geprellt etc. Keine Ahnung, warum sich jemand, der genug Geld, sowas antun muss.

Im Übrigen sind Fahrräder ein ständiges Ärgernis. Von meinem Stammparkplatz zur Bürotür gibt es eine ca. 100 Meter lange Bürgersteigstrecke, die regelmäßig von Radfahrern genutzt wird, da die Straße zweispurig mit Straßenbahn ist (Straßenbahn, noch so ein ständiges Ärgernis). Und wenn man sich beschwert, dass die Fahrer absteigen sollen, kann man sich freuen, wenn ein Stinkefinger die harmlose Reaktion ist.

Meiner Meinung nach haben Radfahrer im Verkehr nichts verloren. Runter von der Straße und erst recht runter vom Bürgersteig. Wer Rad fahren will, der soll nach Nordkorea ziehen oder einen Heimtrainer mit Panoramatapete kaufen.

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