Der Adel ist in Deutschland abgeschafft, wann lernt ihr das endlich?

Aus gegebenen Anlass möchte ich zum wiederholten Male darauf hinweisen, dass in Deutschland der Adel abgeschafft ist

Mit dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung am 11. August 1919 wurden alle Vorrechte des Adels abgeschafft (Artikel 109, Abs. 2). Alle Bürger wurden vor dem Gesetz gleichgestellt; Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses ausgeschlossen.

So hätten es manche gewiß wieder gern: Kirche und Adel als Gebieter über das gemeine Volk

Nur bei RTL und den einschlägigen Blättern der Regenbogenpresse hat es sich noch nicht herumgesprochen. Dort wird weiterhin gefürstet und geprinzt bis das auch der letzte verarmte Landadel seine Jämmerlichkeit preisgeben darf. Ich sage nur: Pipiprinz.

Vons, Grafs und Zus sind damit nur noch Namensbestandteile und nicht mehr Hinweis auf eine bestimmte Gruppenzugehörigkeit. Es heiß also Frau Fürstin Gloria von Tut-und-Tat-Nichts und nicht Fürstin Gloria von Tut-und-Tat-Nix. Oder besser gleich Frau von Tut-und-Tat-Nix. Es wäre mir so eine Freude diesem gegelten Suppenkasper mal ein ordentliches „Tach, Herr Guttenberg“ entgegen zu schmettern.

Es gibt also keinen Grund, freiwillig jemanden so anzusprechen, als wäre er quasi von Geburt an ein besserer Mensch. Weiß Gott, ist es mit dem noblesse oblige nicht weit her. Früher nicht und auch heute nicht.

Auch treten einige Angehörige mit ehemaligen Adelstiteln als Nachnamensbestandteil in der Öffentlichkeit mit namensrechtlich nicht korrekten Veränderungen ihres Namens auf. So werden Nachnamensbestandteile abgekürzt (beispielsweise „Freiherr“ zu „Frhr.“ oder „von“ zu „v.“; siehe z. B. „Frhr. v. Gravenreuth“ statt korrekt „Freiherr von Gravenreuth“) oder einfach weggelassen (z. B. „Richard von Weizsäcker“ statt korrekt „Richard Freiherr von Weizsäcker“) oder die ehemaligen Adelstitel dem Namen vorangestellt (z. B. „Prinz Ernst August von Hannover“ statt korrekt „Ernst August Prinz von Hannover“); Kritiker sehen darin einen unzulässigen Versuch, einen noch vorhandenen Adelstitel zu suggerieren. (Quelle: wikipedia.org)

Titulierte Adlige in existenten Monarchien sind keine Herren, sondern eben Grafen, Fürsten, Prinzen etc. Sie werden niemals mit „Herr“ oder „Herrn“ und ihre Frauen nie mit „Frau“ tituliert oder angeschrieben. Also immer schön mit „Herr“ oder „Frau“ ansprechen, damit der Angesprochene auch genau weiß, was man von ihm hält.

Die drei schlimmsten Dinge, die Menschheit hervorgebracht hat:

  • Monarchie
  • Religion
  • Militär

Heute wie damals haben alle Diktaturen (auch die kommunistischen Staatsreligionen) ihre Grundlage auf mindestens zweien dieser Unterdrückungsinstitutionen.

Dagegen helfen nur:

  • Demokratie
  • Rechtsstaatlichkeit
  • Aufklärung

Wäre ich also nicht so aufgeklärt, würde ich für unsere deutschen Möchtegern-Adligen „Kopf ab“ fordern. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich weiß aber nicht, wie es in Österreich ausschaut 🙂

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Der Adel ist in Deutschland abgeschafft, wann lernt ihr das endlich?

36 Gedanken zu “Der Adel ist in Deutschland abgeschafft, wann lernt ihr das endlich?

  1. Sani schreibt:

    Ja da stimme ich euch zu. In Österreich ist so ein Schwachsinn offensichtlich noch nicht abgeschafft. Vor einpaar Monaten, hat mich die Baronin von Köglmayer, fertig gemacht, weil ich sie am Telefon nicht richtig angesprochen habe. Die Oma hat sich dann gleich den ganzen Tag genommen und versucht die Geschäftsleitung zu erreichen. Da fragt mann sich wirklich, was die so den ganzen Tag macht?? Schlafen,essen, kacken und andere Menschen nieder machen. Warum ist sie was besseres?? Als wir!!! …. Bin generell für ne abschaffung von solchen Vollidioten ,,,, führen sich auf.,,, dabei sinds dumm wie stroh..,,,

  2. Ted schreibt:

    Wenn jemand nichts anderes hat wie seinen Namen dann ist der arm genug….und was brachte das heiraten untereinander nun ja die Deppen laufen ja zu Hauf in der Sg Gesellschaft rum .Man hätte damals wie in Österreich verbieten müßen das es keinen Titel und kein von mehr gibt…so hatten unser pöpliger Dorf und Landadel immer noch die möglichkeit sich für etwas besseres zu halten….ich finde es immer peinlich wenn einer ankommt und ich auch Baron von und zu vorstellt….aber jedem Tierchen sein blechierchen

  3. gerd andert v. jankowski schreibt:

    Ich stamme mütterlicherseits aus dem hohen Adel und möchte sagen, es gibt sowohl im Adel ,als auch im Bürgertum Solche und Solche. Aber die unqualifizierten Kommentare einiger Leser zeigen mir,wer vom niederen ,primitiven Pöbel ist.

    1. Gerd? Gerd ist doch ein – Igitt! – zutiefst bürgerlicher Name.
      Ich lach mich schlapp, dass jemand sich nicht zu schade ist, seine kümmerliche Abstammung auch nur zu erwähnen.
      Jankoski? Uralter polnischer Adel…. kicher

  4. Jörg Wernicke schreibt:

    Hi, bin erst jetzt auf diese Seite und den Artikel gestoßen, ganz interessant…
    Zum Adel: Mir ist das persönlich egal, ob einer „von und zu“ heißt, will sagen, ich würde auch einem geachteten Herrn wie Richard von Weizsäcker nur mit Herr Weizsäcker anreden – und ich glaube, es würde ihn nicht stören….
    Was mich wirklich stört und nervt, ist wirklich die (bunte) Presse und das massenverdummende Fernsehen mit ihren Adels- und Promi-Experten… Sie sind es, die seit x-Jahren das Volk verdummt und glauben lässt, der Adel ist etwas besonderes. Darauf reinfallen tun nur die Dummen und Ungebildeten. Und vieles ist da dermaßen peinlich… Dabei sind viele heute „Vons“ ganz normale Bürger und gehen ihrer Arbeit nach.
    Dass es in der Vergangenheit Verbrecher beim so genannten Adel gab, die mit Rüstung und Waffenexport sehr reich geworden, ist eine Schande für Deutschland. Und auch das einige von den so genannten Adligen gern und oft vor der Kamera agieren zeigt doch bloß, wie eitel und selbstverliebt sie sind. Gab es da nicht mal einen, der bei einer Ausstellung öffentlich gegen eine Wand gepinkelt hat und als Schläger bekannt war? Wie peinlich… Aber einige im Volk haben es trotzdem noch nicht begriffen, sie kaufen sich jede Woche diese bunten Klatschzeitschriften und werden tagtäglich noch dümmer!
    In diesem Sinne, herzlichen Gruß aus Berlin Jörg

    1. Alles richtig…. nur eines NIE vergessen: ES GIBT KEINEN ADEL IN DEUTSCHLAND!!!! Der ist gesetzliche abgeschafft. Und wer eine Graf, Kaiser, Fraufrau etc. pp. VOR seinen Vornamen packt, begeht eine Straftat.
      Aber es nennen sich in unseren Kreisen auch viele Dr. sowieso. Kümmert eh keinen mehr.

  5. Habe mir gestattet den Titel Fürst von Kaiser zu erwerben, hAHAHA Lustik oder ? Da gibts jemand vom Adelsregister Deutschland die machen so was.
    Ichee wollte schon immer mal Fürst sein, hahah ist das Lusik.

    ciao

  6. Motty Levi schreibt:

    Meine bescheidene, poetische Meinung zum Thema als, in Italien lebender, Jude:

    Nobelsteisse

    Durchlaucht wird man nicht mit einer Zwiebel,

    Da muesste schon ein strammer Porree her.

    Sonst faellt der Hahn doch von dem Giebel

    Und dem Volk das eigene Dasein schwer.

    © 2012, Motty Levi, Barga, Italy

    1. Motty Levi schreibt:

      Ich kann mich noch rege daran erinnern, dass in meinem eigenen Bekanntenkreis einige, etwas betagte Freundinnen von dem Frhr. zu Guttenberg, seinem windschnittigen Hakennaeschen und seiner, von Crisco-Pomade glitzernden, Tonsur schwaermten. Als ich sie dann auf seine akademische Glaubwuerdigkeit des Herrn ansprach, erwiderten sie mir patzig: „Was regst du dich so auf, du warst doch selbst mal Ghostwriter!“ Wenigstens habe ich selbst geschrieben und recherchiert! Aber das beeindruckte die senilen Damen weniger! 🙂

  7. Müntzer schreibt:

    Was git es da noch viel zu sagen?
    Thomas Müntzer hat es auf den Punkt gebracht.
    Auf dem Rücken der Bauern basiert der Adel.
    Der Adel ist ein verbrecherisches, verschwenungssüchtiges Inzuchtpack.
    „Ihr und das ganze römisch – katholische Dreckzeug gehört auf einen eurer jahrhundertelang brennenden Scheiterhaufen.

  8. Anonymous schreibt:

    Die Leute die sich hier so aufregen und mit ihrem Halbwissen die Welt verändern wollen erscheinen mir mehr als erbärmlich. Ihr Genörgel lässt nur all ihre Komplexe und Probleme mit ihrem eigenen Wesen offenkundig werden und ist per se ein Grundzug des deutschen pseudointerlektuellen, linken Neidbürgers. Wer sich für frei und ebenbürtig hält, der lässt sich von äußerlichleiten wie einem adligen Namen doch nicht so aus der Fassung bringen. Außerdem genießt der Adel doch keinerlei Privilegien mehr und findet sich zu einem ganz großen Teil erfolgreich im bürgerlichen Leben zurecht – vielleicht auch, weil Pflichterfüllung, Tradition, Dienen und andere Tugenden hochgehalten und bewart wurden. Hiermit scheint das Bürgertum seit den 60ger Jahren selbst aber gehörige Probleme zu haben.
    Ferner sei noch gesagt, dass der schlechte Ruf des Adels sowieso nicht sehr logisch erscheint, nach allem was der Adel für unser Land getan hat. Ein grosser Teil der geschichtlich wichtigen Deutschen gehörte dem Adel an. Keine gesellschaftlich Gruppe (der nicht verfolgten Deutschen) hat im zweiten Welkrieg so geblutet wie die alten Familien und gleichzeitg so viele ihrer Mitglieder aus Gewissens-Gründen durch den Anschlag des 20. Juli verloren.

    Ein Nicht-Adliger

    1. Scheiss abgefucktes Adelspack!
      Und jetzt auch die jämmerlichen „Verschwörer“ des 20. Juli herauskramen. Erstens sind sie jämmerlich gescheitert, weil keiner sich traute, dem Gröfaz direkt die Kanone an die Schläfe zu setzen. Und zweitens waren die Junker die größten Kriegstreiber im 1. und 2. Weltkrieg. Erst als sie merkten, dass Hitler verlieren würde und sie Angst hatten vor den Konsequenzen, konnte sie sich aufraffen zu einem „Stürzchen“.
      Nur zu deiner Info: Die Verschwörer des 20. Juli hatten nicht vor nach einem erfolgreichen Putsch die Demokratie wieder einzuführen, sie wollten nur ihren Arsch retten.
      Klartext: ADEL IST SCHEISSE!!! ’nuf said und jetzt schleich dich!

    2. Der Kern der Aussage ist, dass im Fernsehen und der Presse der Adel hochgehalten wird, obwohl dieser schon längst abgeschafft ist. Was besonders ärgerlich ist, dass nicht nur Knallsender wie RTL,SAT1 oder Kabel 1 den Adel aufleben lassen, sondern auch die öffentlich rechtlchen jetzt damit anfangen. Es ist nicht richtig vom Adel zu berichten oder gar Bürger als Thronfolger zu bezeichnen. Damit wird das Grundgesetz, kurzfristig ausgehebelt. Da selbst Medien es nicht verstehen, dass es keinen Adel mehr gibt, sollten die Namen auf einen Nachname ersatzlos gekürzt werden. Dann hätte der Spuk, vielleicht, ein Ende.

      Ein Bürger

  9. Sehr geehrter Herr,

    daß es Leute gibt mit von oder zu oder so vor ihrem Namen ärgert mich weiter nicht. Mich ärgert nur grün und schwarz, wenn im typisch deutschen vorauseilenden Gehorsam und in voller Untertänigkeit diese Leute mit Königlich-Kaiserliche Hoheit, mit Erlaucht, Durchlaucht angeschleimt werden. Nicht nur in den bunten Blättern, sondern auch im Fernsehen beispielsweise. Da gibt es im Dumont-Verlag ein Büchelchen, geschrieben von einem Historiker!!! (ich finde mein Exemplar im Augenblick nicht), dessen Titel ich Ihnen somit leider nicht angeben kann. Meines Erachtens wurde dieser Historiker, sofern er denn einer ist, von den beiden Adelsvereinigungen bezahlt, um somit auf kaltem Wege das Gesetz zu umgehen. Schauen Sie mal ins Lexikon – da steht groß und breit, daß Titel wie Durchlaucht, Hohneit, Erlaucht, Fürstin nicht mehr gebraucht werden dürfen, das Gesetz wurde l9l9 erlassen. Die Österreicher haben es noch besser gemacht, die haben das Adelsprädikat von ganz abgeschafft. Da gibt es nur einen Otto Habsburg, während er hie mit Kaiserliche Hoheit Otto von Habsburg tituliert wird. Man sollte die Bande anzeigen wegen Gesetzesübertretung, aber bei wem? Ich faßt die blanke Wut, wenn ich einen Herzog von Württemberg sehe, dessen Vorfahr zu Beginn des l9. Jahrhunderts, in der Napoleonischen Zeit, gegen eine Standeserhöhung – er war dann König von Württemberg – und Gebietsgewinn Napoleon soundsoviele Würrtemberg für dessen Überfall auf Rußland zur Verfügung stellte. Zurück kamen etwa lo%, alle anderen krepiertn elendiglich auf dem Rückzug. Wie der Würrtemberg hat es der Herzog in Baiern gemacht,m er war auf einmal Kön if von Bayern, der Kurfürst von Sachsen/König von Sachsen, der Landgraf von Hessen und bei Rhein – plötzlich und von Gottes und Napoleons Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein, ein Adeliger in Oldenburg, Hannover und Preußen? weiß ich im Moment n icht. Kaltblütig die Haut der Unteretanen verkauft. Kam einer ums Leben, wurde der adelige Herr entschädigt, desgleichen bei Verewundungen. Der in den Dienst gepreßte sowie seine Familie erhielten selbstverständlich nichts, die konnten verrecken., Dann der Soldatenhandelt deutscher Adliger/deutscher Edeling, Adlig kommt von Edel. Der Hannoveraner verkaufte Untertanen damit sie im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Indianer und Kolonisten kämpfen sollten, desgleichen der Landgraf von Hessen, der Preuße. Lesen Sie mal die Lebensgeschichte von Johann Gottfried Seume. Der wurde von den Werbern des Langrafen von Hessen-Kassel gefangengenommen und widerrechtlich, er war ja preußischer Untertan, nach Amerika – kämpfen – geschickt. Und immer die Kirche feste an der Seite des Adels – „Hauet und stechet sie, ihr Herrn, das aufständische Pack der Bauern“ – Martin Luther, der evangelische Held. Lesen Sie mal von Friedrich Engels „Der deutsche Bauernkrieg“, es bleibt einem fast das Herz stehen vor Mitleid mit unseren armen, geknechteten, ausgebeuteten, leibeigenen Vorfahren, rechtlose Bauern, Sklaven. Ach, man könnte ewig so weiterschimpfen und seinen Blutdruck in die Stratosphäre jagen – es hilft ja doch nichts. Gegen das deutsche Phlegma, die Dummheit ist ja doch kein Kraut gewachsen. Ich habe heute mittag bei einer Friedrich-Ebert!!-Schule im Schwäbischen protestiert. Die hatten Besuch von einer Königlichen und einer Königlich-Kaiserlichen Hoheit!!! der Ton des Berichtes!! Nicht zu glauben. Ich versuche mal, die Adresse der Schule wiederzufinden. Finde ich sie, teile ich sie Ihnen mit, damit Sie und vielleicht noch ein paar Leute mehr auch protestieren könne n.
    Ändern werden wir wohl nichts, aber ein paar jämmerliche devote Kreaturen, die sich den Arsch auch n och waschen, bevor sie den adeligen Fußtritt in denselben entgegennehmen , ärgern, vielleicht mit Beschwerde drohen beim Staatlischen Schulamt, wird diese Trottel vielleicht zum königlich-kaiserlichen Nachdenken bewegen. Diese Volksbildnerischen Lehrer, auch so eine Lügnervereinigung die alles mögliche erzählen, bloß, in Bezug auf Geschichte, nur ja nicht die Wahheit.

    Euer gnädiger Durchlaucht ergebendste Dienerin – küsse die Hände
    Annemarie Plewa

  10. pseudo schreibt:

    Für mich ist das Weglassen eines Teils vom Nachnamen keine automatische Anerkennung für irgendetwas. Menschen ändern ihre Namen, Menschen mit Doppelnamen lassen sich nur mit einem von beiden anreden. Wo ist das Problem?
    Wenn ich natürlich Peter Müller Schmidt heiße und dann daraus Müller Peter Schmidt mache ist das was anderes als einfach den Müller oder den Schmidt im täglischen Umgang nicht zu benutzen.

  11. pseudo schreibt:

    Da gibt es eine schöne Geschichte eines Bekkannten von mir, der auch ein „von“ im Namen hat. In Norddeutschland wird sowas einfach als Teil des Nachnamen gesehen und nicht mehr in Verbindung mit adel gestellt.
    Aber der gute Mann war irgendwo in Östrerreich, so weit ich mich erinnere, und wurde dort, sobald man den Nachnamen hörte schön mit „Baron“ angesprochen.

    Wenn nun Richard von Weizsäcker den Freiherr unter den Tisch fallen lässt, ist das für mich mehr als in Ordnung.

    Trotzdem ist das Gestammel von „deutschen“ Prinzen & Co. manchmal fast peinlich.

  12. Andreas schreibt:

    „Es heiß also Frau Fürstin Gloria von Tut-und-Tat-Nichts und nicht Fürstin Gloria von Tut-und-Tat-Nix. Oder besser gleich Frau von Tut-und-Tat-Nix. “

    Das ist grundfalsch und geht in die genau falsche Richtung.

    Das Weglassen des angeblichen „Titels“ bedeutet ja, dass man ihn als Titel anerkennt, nicht als reinen Namensbestandteil. „Frau von Tut-und-Tat-Nix“ heißt sie aber eben nicht, der Namensbestandteil kann wie bei allen anderen Menschen auch nicht einfach weggelassen werden.

    Die korrekte bürgerliche Anrede ist eben nicht nicht „Frau Fürstin Gloria von T.“ sondern „Frau Fürstin von T.“, oder wenn schon mit Vornamen „Frau Gloria Fürstein von T.“.

    Das „Fürstin“ vor dem Vornamen erkennt den Adel an!

    Und noch was: sie ist natürlich keine Fürstin, das ist ein abgeschaffter Primogeniturtitel. Sie heißt also nicht mal „Frau Fürstin von T.“ sondern „Frau Prinzessin von T.“, mit Vornamen „Frau Gloria Prinzessin von T.“

    „Fürstin“ ist der Phantasie der Möchtegernadligen entsprungen.

  13. Also Kopf ab ist nicht gutt. Erstens gäb’s ’ne veritable Ölpest, weil beim Abhacken die Haare beschädigt werden, zweitens kann man einen Kopf mit einem Gesicht wie Lothar Matthäus und einer Frisur wie Kai Diekmann nirgends entsorgen.

    Und dann noch diese Vornamensorgie…Aber was machen wir nun mit dem Dr. strg. c. Kevin Jesus Maria von und zu Guttenberg? Und dabei bitte auch an das Schicksal von Steffi denken, dem Porno-Luder von der Bild-Zeitung.

    @Rosenkranz 007: Der Spiegel ist wirklich die Bild am Montag, auch aus weiteren Gründen: Sozialdarwinistisches Kampfblatt, Zentralorkan der Mohn-Sekte (Bertelsmann), Islambashing auf Stürmer-Niveau…

    1. Sosehr der SPIEGEL auch in der Online-Version (schnell schnell schnell machen) in der Qualität nachgelassen hat, so ist er ganz bestimmt kein reaktionäres Blatt. Außerdem: 50,5 Prozent der Anteile an der Verlags-Holding Rudolf Augstein GmbH sind im Besitz der Kommanditgesellschaft der Mitarbeiter. Über die restlichen 25,5 Prozent verfügt der Hamburger Medienkonzern Gruner und Jahr, eine Tochter der Bertelsmann AG. (Wikipedia)
      Ich denke, die schleichend abnehmende Qualität liegt eher an Aust und seiner nun schon viel zu langen Schaffenszeit.

  14. Rosenkranz007 schreibt:

    Bislang hielt ich den „Spiegel“ noch mit Abstrichen für seriös. Seit der unterwürfigen, kriecherhaften „Guttenberg“-Titelstory ist das endgültig vorbei. „Bild am Montag“ träfe es besser. Wenn die Medien-Politik-Anbiederei so weitergeht, werden wir uns eines Tages wehmütig an Berlusconi erinnern – als eines harmlos-aufrichtigen älteren Herrn, der vielleicht höchstens ein bißchen eitel war.

    1. War das nicht einfach widerlich, diese Titelgeschichte?
      Ich kann nur hoffen, dass dieser Adels-Bubi möglichst bald mal entzaubert wird.
      Wirklich, ich übertreibe nicht, ich kann sogar einem Koch und einem von Beust, so unterschiedlich sie sein mögen, politische Qualitäten zugestehen. Und sei es auch „nur“ Fachwissen.
      Aber wieso sich in den letzten Monaten alle Sender, Zeitungen und Zeitschriften dieser Nation von Links und Rechts darauf eingestellt haben Guttenberg zu loben und wofür, ist mir absolut unverständlich. Wirklich.
      Gegen den ist sogar Westerwelle ein Vollblutpolitiker und charismatischer „Führer“.

  15. Vogelspinne schreibt:

    Es gibt tatsächlich Menschen, die nichts besseres zu tun haben in Ihrer Freizeit als sich unwichtigen Themen zu widmen und hoffen auf Gehör.
    Haben sie den ganzen Tag nichts zu tun oder warum versuchen sie das Leben andere in den Schmutz zu ziehen, welche mit der heutigen wirtschaftlichen und ideologischen Lage absolut nichts zu tun hat. Wir haben schwierigere Probleme in Deutschland als uns über den alten Adel aufzuregen. Nur weil Herr Guttenberg ein Quereinsteiger der Politik ist, zufällig einen wohlklingenden Nachname hat, obendrein der einzige Politiker mit sicherem Auftreten ist und es schafft Zustimmung in einer desolaten Regierung zu bekommen, müssen nicht alle Menschen adliger Abstammung gekreuzigt werden. Frau Guttenberg spricht eine kritische Sache mit Kindesmisbrauch an und eigentlich sollte jeder Mensch der Kinder hat sich freuen, das es jemanden gibt der dies zur Sprache bringt, aber nein, jeder dahergelaufen Wichtigtuer meint es sei FALSCH Menschen an den Pranger zu stellen, die wissentlich eine Straftat begehen mit der Begründung es sei eine Krankheit?!?! Wo ist da der Sinn?
    Nur weil ein Mensch, eine Familie oder eine Institution weiterhin Traditionen verfolgt sind sie keine schlechten Menschen, aber auch keine Heilsbringer. Jeder hat das Recht so zu leben wie er es für richtig hält und jeder sollte mit seinem Leben zufrieden sein ansonsten kann er versuchen über Jahrzente selber etwas aus sich zu machen.
    Befassen sie sich mit wichtigeren Themen und schreiben sie nicht so einen dahergeschissenen Nonsense!

    1. Mich würde mal interessieren, wie Sie begründen, dass Vererbung eine positive Gesinnung und Tradition begründet?
      Was sind denn Leute ohne „blaues Blut“? Sind die dann ihrer Logik nach weniger „wert“? Oder gar nichts?
      Der Adel – und besonders der deutsche Ex-Adel – zeichnet sich in meinen Augen nur aus durch Blutarmut, Standesdünkel, Selbstüberschätzung und hemmungslose Dummheit und Gier. Und damit stehen sie tatsächlich in allerbester Tradition zu ihren Vorfahren.
      Man stelle sich mal vor, vor 500 Jahren kam ein Bauer mit viel Muskeln auf die Idee, sich von-Irgendwas zu nennen und sich selbst als höherwertig per göttlicher Proklamation zu stellen. Und solche Leute verteidigen Sie? Das ist doch absurd!
      Die Scheiße läuft ihnen aus den Ohren, mein Herr, und raten Sie mal, wo die herkommt.
      Und wieso alle Welt in Guttenberg einen Heilbringer sieht, entzieht sich mir vollkommen. Der Mann ist letztes Jahr auf der politischen Bühne aufgetaucht und das einzige, wodurch er sich bisher ausgezeichnet hat, sind die Trauerreden bei gefallenen Soldaten. Wo liegt da die Leistung?
      Von dem Scheiß, den seine Frau verzapft, brauche ich gar nicht erst zu reden. Das Sendeformat ist so billig und ekelhaft und zieht nur auf den Fernsehpöbel ab, das disqualifiziert sich wunderbar von selbst. Wenn ich das nur 5 Sekunden im Fernsehen sehe, dann möchte ich direkt über den Fernseher kotzen, aber so richtig!
      Und im Übrigen sind mir Menschen, die sich die Haare nach hinten gelen immer schon suspekt gewesen. Meiner Erfahrung nach sind das alles Blender ohne Substanz.

  16. waschweib schreibt:

    Immer das Gleiche: zu viel Fernsehen ist ungesund. Weg damit.

    Mit Pseudotiteln („Fürstin Gloria…“) und entsprechender Staffage (gegeeltes Haar mit Nadelstreife á la Guttenberg) lassen sich heute wie damals Gelder erbeuten und Massen manipulieren: http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptmann_von_Köpenick

    Ich selbst traf unlängst auf eine Freiherrin von…, die mit blondiertem auftoupiertem Haar, mit reichlich Goldschmuck behängt und in ein hellblaues Kostüm gewandet, diverse professionelle Dienstleister „empfing“, um sich fix vor Ort ein Konzept ausarbeiten zu lassen, für das sie am Ende der Tochter ihrer Sekretärin (für ’ne schöne Flasche Rotwein) den Auftrag erteilte, was aber erst auf eine gesonderte Anfrage Wochen später über’s Sekretariat in Erfahrung zu bringen war, als die Sache schon längst gelaufen war. Das war ne tolle Vorstellung. Ist jetzt zwar keine typische adelige Verhaltensweise, aber wenn man schon soo wichtig in der Öffentlichkeit herumglänzt, denkte man, dass durch eine womöglicherere bessere Erziehung das letzte bischen Anstand und Würde formal von A-Z durchgehalten werden könnte. Womit wir wieder im ersten Absatz meines Beitrags angelangt sind. QED.

    1. X Y schreibt:

      Manchmal habe ich die Vision: Abends, verschleiert, ich. Und dann ein paar Leuten auflauern… und dann.. aber lassen wir das. Dann käme ich aus dem Ärger gar nicht mehr ‚raus.
      Aber Du hast recht, je höher die Nase, desto geringer der Anstand. Wo kämen wir denn da hin, wenn sich Durchlaucht tatsächlich dazu herablassen würde, Absprachen einzuhalten. Aber da tun sich die Großkopferten alle nicht viel, ob Pseudo-Adel, Dr. oder Middle-Management-Fuzzi. Sie können nur eins, auf die „Normalen“ scheißen.

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