Fröhliche Spiele in Peking

Wie sich 1936 in 2008 wiederholt.



Mir juckt die Faust, wenn ich dieses widerliche kommunistische Regierungs-Pack in Peking sehe.

In Tibet werden Menschen vom Militär abgeschlachtet, die für sich in Anspruch nehmen, was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, ein Leben in Freiheit.

Und die ersten CDUler schreien schon wieder davon, dass man ja nicht Politik und Sport vermischen sollte (so der stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Andreas Schockenhoff).

WIE BITTE? Höre ich nicht recht? Sport ist zu einem einzigen Tummelplatz für Politik geworden, vom kleinen Kommunalpolitiker beim Wochenend-Kick, über den einzelnen Landesfürsten, der sich auf teure Tribünenplätze einladen lässt bis hin zum skrupellosen Diktator, der ganze Generationen von Kindern mit Leistungsdrill und Dopingmasten zerstört.

Was bitte schön haben die Menschen in Tibet von Olympia? Nichts!

Aber die Machthaber in Peking haben eine Menge davon. Sie werden darin bestätigt, so weiterzumachen wie bisher.

Schreibt an euren Abgeordneten: http://www.bundestagswatch.de/ macht euren Mund auf, solange ihr noch dürft, verdammt! Geht ganze schnell:

Hier mein Musterbrief:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter, Sehr geehrte Frau Abgeordnete.
ich schreibe Ihnen in meiner Sorge, um die für ihre Freiheit streitenden Menschen im chinesisch okkupiertem Tibet.
Dort werden Menschen vom Militär abgeschlachtet, die für sich in Anspruch nehmen, was für uns eine Selbstverständlichkeit ist, ein Leben in Selbstbestimmung und Freiheit.
Denken Sie auch wirklich, dass Sport und Politik nicht zusammengehören, und dass deutsche Sportler und Politiker mit ihrer Präsenz in Peking dem kommunistischen Regime durch ihre Anwesenheit ihren Segen geben sollen?
mfG
XY


Und ansonsten immer daran denken, wer ein Produkt kauft, auf dem die Olympischen Ringe abgebildet sind, hat Blut an den Fingern. Man muss nicht Coca Cola kaufen, es geht auch River Cola.

Fröhliche Spiele in Peking

3 Gedanken zu “Fröhliche Spiele in Peking

  1. Anonymous schreibt:

    Die Caesaren im alten Rom wussten doch auch schon, wie man’s macht: Brot und Spiele. Fertig.

    Ich bin der Meinung, dass die Aufklärung im 17. und 18. Jhd. ein netter notwendiger Versuch war. Im realen Leben des 21. Jhds ist allerdings nicht mehr viel davon übrig geblieben.

    „Catch as Catch can“ – auf deutsch auch „Freistilringen“ – ist der entsprechende Ausdruck zur Lage der Nationen. Aber warum so global denken? Vor der eigenen Haustür fängt es doch schon an.

    Gestern fuhr mir ein Mutti mit ihrer scharfkantigen Fruchtkutsche in den rechten Haxn. Es blutete und ich konnte nur noch weiterhumpeln. Wie reagierte die „Alte“? Einfach mit „Ouups!“ Das war’s. Am liebsten hätte ich ihr mal MEINE Faust ins Gesicht gehauen. Aber wir sind ja klüger. Gewalt erzeugt Gegengewalt erzeugt Gegengewalt usw.

    Ich glaube aber auch nicht dass sich ein Gandi wiederfinden lassen wird. Der Daia Lama, den ich schon 2x in Indien auf seiner Datsche besucht habe, will eventuell zurücktreten. Von mir aus. Bald isser eh Tot oder hat Demenz.

    Jemanden im Rampenlicht der (Welt-)Öffentlichkeit einer Peinlichkeit auszusetzen ist viel schlimmer. Körperliche Wunden verheilen. Ein angekratztes Ego ist aber auf Jahre hinaus gerne noch ein ständiger Lebensbegleiter und martert. Daran muss man allerdings ein wenig glauben.

    Deswegen finde ich den Einmarsch der Nationen in Peking heuer mit Flagge aber ohne Sportler ziemlich gut. Dann müsste man sich außerdem nicht über schlecht gekleidete Sportler und denjenigen aufregen, der sich wieder für seine Banane-Idee einen Haufen Kohle in die Tasche gesteckt hat.

  2. Anonymous schreibt:

    Ich bin gegen einen Boykott. China ist ein Unrechtsregime, es ist ein Hort der Unfreiheit, der Unterdrückung, eines rot angestrichenen Manchester-Kapitalismus (gegen den der noch fast menschlich wirkt). Und doch – warum sollen die Sportler darunter leiden? Das IOC hat die Spiele vergeben. Warum? Aus Profitgier? Blauäugigkeit? Falschem Gutmenschentum? Ich weiß nicht.
    Nur ein Boykott bringt nix. Der hat in Montreal nix gebracht (da boykottierten afrikanische Staaten, was inzwischen fast vergessen ist), es hat in Moskau nix gebracht.
    Nun sind Chinesen sehr auf Höflichkeitsregeln bedacht. Dieses Ehrgefühl, das ist es, was wir packen müssen. Ein Boykott bringt nix, weil ein Boykott jenseits der Augen der Welt abläuft. Also können die Herren Funktionäre bei der Eröffnungsfeier frühlich lächeln. Deutschland ist nicht dabei? Macht nix, dann wird den Belgiern zugewunken. Oder den Maltesern, all denen, die nicht boykottieren.

    Wenn aber der EInmarsch der Nationen entfällt, weil die Sportler sich weigern, das wäre ein peinliches Zeichen! Ich weiß, dieser Vorschlag klingt abstrus, aber es ist nun einmal wichtig, sich mit den chinesischen Ehrgefühl auseinanderzusetzen. Und das würde die Funktionäre beschämen. Eine deutsche Fahne – ohne Sportler! Eine britische Fahne – ohne Sportler. Und so weiter.

    Lasst die Spiele stattfinden. Glanzlos, als Arbeitstreffen der besten Sportler der Welt. Nicht als Sportfest á la Sydney 2000. Nehmen wir die Spielstätten an, applaudieren wir unseren Sportlern für ihre Leistungen – aber zeigen wir den Veranstaltern, dass sie nur die Stätten zur Verfügung stellen und wir sonst keine Verbrüderung mit ihnen wünschen.

  3. Anonymous schreibt:

    Völlig deiner Meinung. Allerdings glaube ich nicht das es viel hilft sich an die Politik zu wenden. Da stehen einfach viel zu starke wirtschaftliche Interessen dahinter als das ein „offizieller“ Boykott passiert.

    Deshalb müssen wir Konsumenten den Druck ausüben und die Spiele boykottieren. Unbedingt muss das passieren, und es sollten überall die Menschen dazu aufgerufen werden dies ebenfalls zu tun. Nur so kann es gehen, die Politik wird nichs tun.

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