Archiv der Kategorie: Werbung

Kotze vom Bildschirm wischen…

Mein Gott, mein Magen krampft jetzt noch.

Ich öffne amazon.de und was sehe ich…. Deutschlands mediales Brechmittel numero uno

Schenken Sie Freude mit Oral-B. So einen Satz zu kommentieren ist sogar unter meiner Würde.

Formel 1 auf RTL – langweilige Dauerwerbesendung mit Sportunterbrechung

Was mich an Formel 1 auf RTL stört:

  • zu viel Werbung, ganz besonders die Bierwerbung (komisch, die Marke kann ich mir nie merken)
  • peinliche Promis im Interview: die radebrechenden Klitschkos, die dumme van Almsick und besonders schlimm der stotternde, dauergeile Boris Becker – Gott, warum fällt der nicht einfach tot um?
  • zu viel Werbung
  • uninteressante Vorberichterstattung, um mehr Werbung zu schalten. Diese ganzen Homestories sollen die sich in den Arsch stecken und Niki Lauda kann ich nicht mehr sehen.
  • zu viel Werbung
  • langweilige Rennen. Es mag sein, dass die Saison als ganzes interessant ist, die Rennen sind es nicht. Keine Überholmanöver, wenig Ausfälle, keine Unfälle. Im Grunde kann man nach der ersten Runde abschalten. “Liebe Kinder, jetzt kommt ja doch nichts mehr. Abschalten”
  • zu viel Werbung
  • keine Charaktere. Weltmeister scheinen nur noch gelackte Hosenscheißer zu werden, die noch immer keine Haare am Sack haben. Sorry, Sebastian, aber du bist so interessant wie ein Besuch im Postamt.
  • zu viel Werbung
  • Die Stallorder. Man stelle sich vor, Senna hätte die Order erhalten, Prost vorbeizulassen. HA! Der wäre dem erst Recht in die Karre gefahren – und zwar zurecht!
  • zu viel Werbung
  • habe ich noch was vergessen? Achja, zu viel Werbung.

John Lennon würde sich im Grab umdrehen

Ich versteh es nicht. Wie können die Erben sowas nur zulassen? Hat die Witwe noch nicht genug Geld verdient?

Ich könnte wiedermal kotzen.

Werbung ist die Pest unserer Zeit.

VW vergewaltigt Barry White

http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show-3909.html
von F <faustjucken@googlemail.com>
an info@grabarzundpartner.de
Datum 24. Juli 2010 15:25
Betreff Man, seid ihr peinlich
Gesendet von googlemail.com

Eurer Werberspot zu VW und die Vergewaltigung von Barry White ist schlimmer als der Holocaust.
Ich kann überhaupt nicht ausdrücken, wie sehr mich das ankotzt, wirklich. Ich kann mich gar nicht mehr beruhigen.

Aber wenn ich eure scheiss huchwieoriginellkreativ webseite sehe. BAH APPLE KOTZ!!!!, dann wundert mich nichts
Am liebsten würde ich jeden von euch eine mini atommobe in den arsch steck und mit zeitlupe zünde, damit ich eure verschiseenen gescihter sehen kann, wenn ihr ins univerum atomisiert wird.
ihr seid so scheiße

Gratiskultur im Internet

Als die “Times” aus dem Gratis-Netz verschwand

Die Web-Seite der britischen “Times” hat dramatisch an Besuchern verloren, seit sie Geld für ihre Online-Artikel verlangt. Doch für Häme ist es zu früh – der erste Einbruch der Nutzerzahlen ist wenig aussagekräftig. Erst langfristig wird sich zeigen, ob die Vision des Medienzaren Rupert Murdoch trägt. SPIEGEL

Wer soll denn die Top-Leute bezahlen, die die “Gratis”-Artikel schreiben? Etwa die lächerlich geringen Klickzahlen auf irgendwelche Banner (die ich z.B. filtere)?

Es ist kein Wunder, dass im Netz ein sehr großer Teil der Artikel nur noch von wenig journalistischer Subtanz (auch bei SPIEGEL online) durchdrungen ist und nicht selten aus den Zitate-Baukasten der Nachrichtenagenturen und Medienstellen kommen.

Und dass seit langen schon die Lektorenstellen abgebaut werden sieht man an den überhand nehmenden Fehlern (sowohl in Grammatik als auch in der Sache)

Wer gut recherchierte Artikel braucht, wie z.B. aus den Print-Versionen von FAZ, Zeit und Süddeutsche, der ist gerne bereit, ein paar Euro fuffzig zu zahlen – und nimmt dann selbstverständlich auch gerne die digitalen Benefits mit (Video, Foren, Archivrecherche etc.)

Aber wer DAS nicht erkennt, der soll sich nicht wundern, wenn bald die Online-Artikel nur noch von Amateuren in Blogs gepostet werden, die zum großen Teil nur auf digitalen Themen abfahren, aber zum gesellschaftlich Diskurs oder zu einer Aufklärung in differenzierten Themen nur wenig beitragen können.

Kurz: Gratiskultur fördert nur reichweitenstarken Boulevard und Sensationsjournalismus.

Ich drücke der Times die Daumen und hoffe, dass im Zuge einer Qualitätssteigerung auch der SPIEGEL dahin kommt.